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Krankenversicherungen: privat oder gesetzlich? |
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Die perfekte Krankenversicherung: privat oder gesetzlich? |
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Steigende Zuzahlungen und ein sinkender Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen führen dazu, dass viele über
einen Wechsel nachdenken. Sie können in die private Krankenversicherung wechseln, wenn Sie selbstständig, Freiberufler
oder Beamter sind oder Ihr Einkommen in den letzten drei Jahren die Versicherungspflichtgrenze von derzeit 49.950 € pro
Jahr überschritten hat.
Als größter Anreiz zum Wechseln wird dabei meist angesehen, dass man in der PKV seinen Leistungsumfang individuell
mit der Versicherung vereinbaren kann. Anders als bei der GKV können Sie wählen, ob Sie zum Beispiel Behandlungen
vom Heilpraktiker wünschen oder nicht. Als Versicherte einer gesetzlichen Krankenkasse können Sie solche
Sonderleistungen nur erhalten, wenn Ihre Kasse diese auch anbietet. Differenzen gibt es auch bei der Bezahlung der
Leistungen. In der gesetzlichen Krankenkasse werden diese direkt zwischen dem Arzt und Ihrer Krankenkasse
abgerechnet, bei der PKV rechnen Sie mit dem Arzt ab. Wenn sich Ihre Versicherung zunächst weigert, die Kosten zu
übernehmen, müssen Sie in Vorleistung gehen, bis die Lage geklärt ist.
Unterschiedlich sind natürlich auch die Beiträge: Für die gesetzliche Krankenkasse liegt der Beitrag einheitlich bei 14,9 %
Ihres Bruttoeinkommens. Bei der privaten Krankenversicherung hingegen bestimmen Ihr Alter, Ihr Gesundheitszustand
und Ihr Tarif die Höhe des Beitrages. Eine chronische Erkrankung kann so schnell zu steigenden Beiträgen führen – in der
GKV bleibt der Beitrag konstant. Hinzu kommt, dass in der GKV Familienangehörige und Kinder mit versichert werden
können, während in der PKV jedes Familienmitglied einen gesonderten Vertrag abschließen muss. Bei der PKV können Sie
aber mit einer Beitragsrückerstattung rechnen, wenn Sie in einem Kalenderjahr keine oder nur wenige Leistungen in
Anspruch genommen haben. Dieses Modell wird mittlerweile auch von einigen gesetzlichen Krankenkassen angeboten.
Krankenkasse ist nicht gleich Krankenkasse – ganz gleich, ob privat oder gesetzlich. Vor einem Wechsel sollten Sie daher
Ihre persönlichen Ansprüche zusammentragen und dann entscheiden, welche Kasse zu Ihnen passt.
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