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Berufsunfähigkeit

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Zahlreiche Berufsunfähigkeitsversicherungen im Vergleich

Ratgeber Berufsunfähigkeit

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Berufsunfähigkeit

Fragen und Antworten zur Berufsunfähigkeitversicherung

1. Was ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Möglichkeit, sich bei einem privaten Anbieter gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit abzusichern. Da die gesetzliche Rentenversicherung Leistungen bei Berufsunfähigkeit nur noch für Personen vorsieht, die vor dem 1. Januar 1961 geboren wurden, ist besonders bei jüngeren Menschen der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung absolut empfehlenswert. Zwar gibt es im Fall einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit noch eine begrenzte Leistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese reicht aber auf gar keinen Fall aus, um den Lebensunterhalt abzudecken. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung kann man gekoppelt an eine private Renten- oder Lebensversicherung oder als eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Steuerlich interessant ist die Kopplung der privaten Berufsunfähigkeitsrente mit einer staatlich geförderten Rentenversicherung, wie sie zum Beispiel die Basis-Rente nach Rürup darstellt.

Bis zur persönlichen Höchstgrenze können Sie bei dieser Variante neben den Beiträgen zur Altersvorsorge auch die Beiträge zu Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung steuermindernd geltend machen. Aus der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten Sie eine monatliche Rente in der Höhe, die Sie selbst beim Vertragsabschluss bestimmen. Eine private Berufsunfähigkeitsrente kann auf Dauer, also bis zum Anspruch auf die Altersrente, aber auch nur für einen bestimmten Zeitraum gewährt werden. Ein ganz entscheidendes Kriterium für die Beitragsgestaltung ist das Eintrittsalter der versicherten Person. Hierbei gilt der Grundsatz, je jünger Sie bei Vertragsabschluss sind, umso niedriger sind die Monatsprämien beziehungsweise umso höher fällt die Berufsunfähigkeitsrente aus. Es ist deshalb nicht unüblich, bereits für Kinder eine Schulunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Diese wird bei Eintritt in das Berufsleben automatisch und ohne erneute Gesundheitsprüfung in eine private Berufsunfähigkeitsversicherung umgewandelt.

2. Wann erhält man Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung?

Beim Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung sollten Sie zunächst genau betrachten, welcher Grad an Berufsunfähigkeit vorliegen muss, damit Sie die abgesicherte Berufsunfähigkeitsrente beanspruchen können. Im Normalfall liegt dieser Grad bei einer Einschränkung von 50 Prozent. Abweichende Prozentsätze sind aber durchaus möglich und haben unter Umständen auch Einfluss auf die Höhe der monatlichen Beiträge. Gezahlt wird diese Rente normalerweise, wenn Sie mehr als sechs Monate ununterbrochen aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls nicht in Ihrem Beruf arbeiten können. Die private Berufsunfähigkeitsrente wird also ab dem 7. Monat der Berufsunfähigkeit gezahlt. Um Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung zu erhalten, müssen Sie bei Ihrer Versicherungsgesellschaft einen Antrag auf Rentenzahlung stellen. Wenn alle Voraussetzungen vorliegen, wird Ihnen die Rente vermutlich zunächst über einen begrenzten Zeitraum hinweg gezahlt. Die Versicherung hat das Recht, von Zeit zu Zeit gutachterlich prüfen zu lassen, ob die Grundlagen für die Rentenzahlung noch gegeben sind. Sollte sich Ihr Gesundheitszustand soweit verbessern, dass Sie in Ihrem ursprünglichen Beruf wieder arbeiten können, entfällt ab diesem Zeitpunkt der Rentenanspruch.


3. Was genau versteht man unter Berufsunfähigkeit?

Unter dem Begriff Berufsunfähigkeit versteht man, dass der Versicherte nicht mehr in der Lage ist, seinen erlernten oder den versicherten Beruf in vollem Umfang auszuüben. Dabei muss bei den meisten Anbietern einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung eine Erwerbsminderung von 50 Prozent nachgewiesen werden. Achten Sie beim Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung darauf, dass die abstrakte Verweisbarkeit auf einen anderen Beruf ausgeschlossen ist. Ansonsten könnte die Versicherungsgesellschaft die Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente verweigern, wenn Sie in einem zumutbaren anderen Beruf weiterhin voll erwerbstätig sein können.

4. Sind die Leistungen aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung garantiert?

Sie sollten beim Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung unbedingten Wert auf eine garantierte monatliche Rente legen. Diese kann sich zwar durch Verzinsungen und Überschussanteile erhöhen, aber den Garantiewert sollten Sie auf jeden Fall so festlegen, dass keine finanzielle Deckungslücke entsteht. Wenn Sie heiraten, befördert werden oder eine Zusatzausbildung abgeschlossen haben, die Ihnen einen beruflichen Aufstieg ermöglicht, können Sie die Rente ohne eine erneute Gesundheitsprüfung erhöhen. Auch die Geburt eines Kindes schafft Ihnen diese Möglichkeit. In allen anderen Fällen wird die Versicherungsgesellschaft eine erneute Gesundheitsprüfung vornehmen und den Zeitpunkt der Vertragsänderung mit Ihrem dann aktuellen Eintrittsalter bewerten.

Daraus ergeben sich in der Regel deutlich erhöhte Beiträge. Selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt es bei vielen Anbietern auch in Form einer fondsgebundenen Versicherung. Es ist selbstverständlich, dass Fondsgewinne nicht garantiert werden können. Aber auch hierbei besteht die Möglichkeit, eine Grundrente in Form einer garantierten Rente als Vertragsgrundlage zu wählen, die sich dann bei einer wirtschaftlich guten Entwicklung des entsprechenden Fonds durch die Fondsanteile deutlich erhöhen kann.
Der Vorteil bei einer fondsgebundenen Berufsunfähigkeitsversicherung liegt für Sie darin, dass Sie die Fondsanteile bei Vertragsablauf auf jeden Fall ausgezahlt bekommen, auch wenn Sie die Versicherungsleistung nicht in Anspruch genommen haben. Sollten Sie aus einer fondsgebundenen Berufsunfähigkeitsversicherung Rentenleistungen beziehen, können Sie das Fondsguthaben entweder verrenten lassen oder sich das Guthaben bei Vertragsablauf in einer Summe auszahlen lassen.

5. Was genau ist der Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit?

Der Unterschied zwischen einer Berufs- und einer Erwerbsunfähigkeit erklärt sich eigentlich schon aus den Begriffen selbst. Eine Berufsunfähigkeit liegt immer dann vor, wenn Sie als Arbeitnehmer Ihren erlernten oder zuletzt ausgeübten Beruf aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls nicht mehr oder nicht mehr über die volle Arbeitszeit ausüben können. Von einer Erwerbsunfähigkeit spricht man dann, wenn Sie pro Tag nur noch weniger als drei Stunden überhaupt arbeitsfähig sind. Sie haben die Möglichkeit, sich privat gegen die Berufsunfähigkeit abzusichern. Eine Rente wegen Berufsunfähigkeit aus einer privaten Versicherung erhalten Sie auch, wenn Sie komplett erwerbsunfähig sind. Im umgekehrten Fall sieht es anders aus. Es gibt Anbieter, die eine private Erwerbsunfähigkeitsversicherung anbieten. Hierbei steht Ihnen die Rentenleistung auch nur dann tatsächlich zu, wenn eine Erwerbsunfähigkeit vorliegt und Sie dem Arbeitsmarkt in keiner gewerblichen Tätigkeit mehr zur Verfügung stehen.

6. Was ist der Unterschied zwischen einer Unfallversicherung und einer Berufsunfähigkeitsversicherung?

Gegen das Risiko eines Unfalls können Sie sich mit einer privaten Unfallversicherung absichern. Sinnvoll ist es auf jeden Fall, in diese Unfallversicherung auch eine Unfallrente einschließen zu lassen. Achten Sie beim Einschluss der Unfallrente darauf, ab welchem Grad der Erwerbsminderung Sie Anspruch auf Rentenzahlung haben. Die Unfallrente wird Ihnen aber nur dann ausbezahlt, wenn Ihre Erwerbsminderung oder Erwerbsunfähigkeit in vollem Umfang durch einen Unfall verursacht wird. Sie ist also auf gar keinen Fall ein Ersatz für eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Berufsunfähigkeitsrente wird Ihnen immer dann gezahlt, wenn Sie nicht mehr in der Lage sind, Ihren erlernten oder zuletzt ausgeübten, also versicherten Beruf auszuüben. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Berufsunfähigkeit durch eine schwere Erkrankung, eine Allergie oder einen Unfall verursacht worden ist.

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