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Abgeltungssteuer in der englischen Lebensversicherung

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Englische Lebensversicherung

Das bisherige Steuerprivileg, das Lebensversicherungen hatten, ist für Verträge, die nach dem 1. 1. 2005 abgeschlossen wurden, außer Kraft gesetzt worden

Am 1. Januar 2009 wurde in Deutschland die Kapitalertragssteuer durch die einheitliche Abgeltungssteuer ersetzt.

Das bedeutet für Sie, dass Sie alle Kapitalerträge, die Sie erzielen, nunmehr pauschal mit
25 Prozent versteuern müssen. Einen großen Vorteil im Hinblick auf Ihre Steuerpflicht haben Sie dann, wenn Sie zum Beispiel eine englische Lebensversicherung abgeschlossen haben.
Dies ist aber nicht zu begründen mit der Einführung der Abgeltungssteuer, sondern vielmehr mit den Änderungen in der Steuergesetzgebung, wie Sie im Jahr 2004 durchgeführt und ab dem
1. Januar 2005 in Kraft gesetzt wurden. Das bisherige Steuerprivileg, das Lebensversicherungen hatten, ist für Verträge, die nach dem 1. 1. 2005 abgeschlossen wurden, außer Kraft gesetzt worden.

Verträge, die bereits vor dem 1. 1. 2005 begannen, profitieren weiterhin davon, dass bei der Auszahlung keine Steuern erhoben werden. Das gilt selbstverständlich auch für die englische Lebensversicherung.

Generell bedeutete diese Änderung zunächst einen Nachteil im Bezug auf die Rendite, wenn man Lebensversicherungen zum Beispiel mit Investmentsparplänen verglichen hat.
Da seit dem 1. 1. 2005 das sogenannte Halbeinkünfteverfahren gilt, mussten bei Auszahlungen aus Lebensversicherungen die Hälfte der erwirtschafteten Verträge versteuert werden. Das galt sowohl für deutsche als auch für englische Lebensversicherungen. Auszahlungen aus dem Investmentsparplan waren dagegen weiterhin steuerfrei.

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Englische Lebensversicherungen sind steuerlich günstiger

Sie werden sich nun fragen, worin der Unterschied zwischen einer deutschen und einer englischen Lebensversicherung im Hinblick auf die Steuerpflicht besteht.

Bis zum Jahr 2009 gab es in dieser Hinsicht keine Unterschiede. Mit der Einführung der Abgeltungssteuer wurden zunächst auch Entnahmen aus einem Investmentsparplan nach dem Halbeinkünfteverfahren steuerpflichtig. Die englischen Lebensversicherungen unterliegen aber nicht der in Deutschland seit 2009 gültigen Abgeltungssteuer von 25 Prozent. Gewinne aus der englischen Lebensversicherung werden damit bei der Auszahlung mit Ihrem individuellen Steuersatz versteuert. Da davon auszugehen ist, dass Lebensversicherungen in der Regel erst im Rentenalter in Anspruch genommen werden und der Eingangssteuersatz für Rentner deutlich unter 25 Prozent liegt, haben Sie bereits einen ganz entscheidenden Vorteil auf Ihrer Seite.

Wenn Sie sich nun dazu entschließen, das Kapital, das sich in Ihrer englischen Lebensversicherung angesammelt hat, in eine monatlich zu zahlende Rente umzuwandeln, genießen Sie weitere Steuererleichterungen.

Bei Rentenzahlungen aus einer englischen Lebensversicherung wird nur der Ertragsanteil für die Berechnung der Steuern zugrunde gelegt. Wenn Sie also zum Beispiel Ihre Rente erstmals im Alter von 65 Jahren in Anspruch nehmen, beträgt der Ertragsanteil lediglich 18 Prozent.
Für die Höhe der von Ihnen zu zahlenden Steuer ist dann wiederum der niedrige Eingangssteuersatz für Rentner maßgebend.

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