Das Thema private Altersvorsorge gewinnt immer mehr an Bedeutung.
Zu den Altersvorsorge-Klassikern gehört die Lebensversicherung als kapitalbildende Police für das Rentenalter. Lebensversicherungen werden in Deutschland von zahlreichen Versicherungsgesellschaften angeboten, aber auch britische Lebensversicherer mischen heute auf den lukrativen Markt mit. Wenn Sie sich für Lebensversicherungen interessieren, haben Sie sicherlich schon einmal von sogenannten englischen Lebensversicherungen gehört oder gelesen. Bei einer britischen oder englischen Lebensversicherung handelt es sich um eine herkömmliche Lebensversicherung, die ihr Kapital jedoch anders investiert als die Versicherer innerhalb der Europäischen Union.
Britische Lebensversicherungen werden häufig mit besonders hohen Renditen von bis zu zehn Prozent beworben – der deutsche Garantiezins von 2,25 Prozent hört sich dagegen eher mager an.
Wie für alle Finanzanlagen gilt auch für englische Lebensversicherungen: Wo mehr Rendite möglich ist, sind auch die Risiken höher.
Englische Lebensversicherer können ihr Kapital weitaus freier an den Finanzmärkten investieren als Gesellschaften innerhalb der EU.
Das Kapital fließt dabei unter anderem in Aktien, die an der Börse auch einmal eine Talfahrt erleben können.
Wenn der Versicherer richtig
investiert, sind aber auch vergleichbar hohe Renditen möglich.
Eine britische Lebensversicherung ist grundsätzlich nicht für jeden Anleger
geeignet - besonders nicht als Vorsorge für das Alter.
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Als Interessent sollten Sie sich aber auch darüber im Klaren sein, dass Ihre Police nach dem britischen Modell Verluste erwirtschaften kann.
Im schlimmsten Fall ist das angesparte Kapital im Insolvenzfall nicht geschützt – achten Sie deshalb auf einen Vertrag, der von dem britischen
Insolvenzschutzfonds abgedeckt wird.
In diesem Insolvenzfonds namens FSCS sind alle britischen Versicherungsunternehmen, also auch Anbieter von
Lebensversicherungen, Mitglied. Auf etwaige Tochterunternehmen trifft dieser Insolvenzschutz unter Umständen jedoch nicht zu.
Eine britische Lebensversicherung eignet sich grundsätzlich für Kapitalanleger, die das finanzielle Risiko nicht scheuen. Wie auch beim Kauf von
Aktien oder anderen Finanzmarktprodukten sind Berg- und Talfahrten am Kapitalmarkt möglich.
Als sichere Altersversorgung ist eine britische Lebensversicherung daher eher ungeeignet.
Wer sicher für das Alter planen möchte, ist mit dem deutschen Garantiezins von 2,25 Prozent oder einem anderen abgesicherten Sparmodell besser beraten. Eine garantierte Verzinsung gibt es für britische Lebensversicherungen nicht. Von der Steuer können Sie Lebensversicherungs-Policen heute nicht mehr absetzen. Dies gilt für deutsche als auch für britische Lebensversicherungen. Steuerlich gefördert werden nur die Modelle Riester und Rürup – über die Einkommensteuer können Sie hier einkommensabhängige Beiträge absetzen.