1. Was ist der Vorteil einer Festgeldanlage?
Das Festgeld kann als Geldanlage einige Vorteile aufweisen. An erster Stelle ist die hohe Sicherheit zu nennen, die eine Festgeldanlage grundsätzlich auszeichnet. Es gibt beim Festgeld weder ein Zins- noch ein Kapitalrisiko. Falls Sie ein Festgeldkonto wählen, das in Euro geführt wird, fällt auch das dritte von vier möglichen Risiken weg, nämlich das Währungsrisiko.
Neben der Sicherheit zählen Gebührenfreiheit und Zinsgarantie beim Festgeld zu den weiteren Vorteilen. Zudem kann die Anlage online verwaltet werden. Da die meisten Banken zwar eine Mindestanlagesumme fordern, diese jedoch meistens nur wenige Tausend Euro beträgt, können auch Kleinanleger diese Anlageform nutzen – ein weiterer Vorteil der Festgeldanlage.
2. Was ist, wenn das Kapital vor dem Ende der Laufzeit benötigt wird?
Im Vergleich zum Tagesgeld sehen einige Anleger beim Festgeld den Nachteil, dass keine tägliche Verfügung möglich ist, sondern es wird eine Laufzeit vereinbart, innerhalb derer das angelegte Kapital gebunden ist. Was aber passiert, wenn Sie als Kontoinhaber das angelegte Kapital bereits vor dem Fälligkeitstermin benötigen? In diesem Fall sind Sie auf die Kulanz der Bank angewiesen. Rechtlich haben Sie keinerlei Anspruch darauf, über ihr auf dem Festgeldkonto angelegtes Kapital schon vor Ende der Laufzeit verfügen zu können. Die meisten Banken lassen die vorzeitige Verfügung jedoch zu. In diesem Fall müssen Sie allerdings damit rechnen, dass Sie Vorschusszinsen wegen der vorzeitigen Verfügung zu zahlen haben.
3. Wie sicher ist die Festgeldanlage?
Die Festgeldanlage ist eine der sichersten Anlageformen, die es weltweit gibt. Einen großen Anteil an dieser hohen Sicherheit hat die Einlagensicherung, die neben dem Festgeld ansonsten nur noch für Spareinlagen, Girokonten und Tagesgelder gilt. Durch diese Einlagensicherung wird erreicht, dass der Anleger sein Guthaben auf dem Festgeldkonto selbst dann zurück bekommt, wenn die Bank Konkurs anmelden müsste. Das gilt jedoch im Zuge der gesetzlichen Einlagensicherung nur bis zu 100.000 Euro Guthabe je Kunde, jedoch schützen die Banken durch die zusätzliche private Einlagensicherung weitaus höhere Anlagesummen. Zur Sicherheit trägt darüber hinaus die Tatsache bei, dass es beim Festgeld kein Kursrisiko gibt, denn der Anleger erhält sein Kapital stets im Verhältnis 1:1 zurück.
4. Müssen Festgeldzinsen versteuert werden?
Die Zinsen sind bei der Festgeldanlage die einzige Ertragsart. Als Einnahmen aus Kapitalvermögen müssen diese erhaltenen Festgeldzinsen selbstverständlich versteuert werden. Die Abführung der Steuern wird im Zuge der Abgeltungssteuer von der Bank vorgenommen, denn diese ist dazu verpflichtet, die Abgeltungssteuer direkt nach Zinsgutschrift einzubehalten. Verhindern können Sie diesen direkte Abführung dadurch, dass Sie der Bank einen Freistellungsauftrag erteilen. In diesem Fall sind die Zinsen zwar weiterhin steuerpflichtig, aber Sie müssen die Zinserträge erst im Zuge der Einkommensteuererklärung angeben und versteuern, falls Sie den Sparerpauschbetrag von 801 Euro (pro Steuerpflichtigem) überhaupt überschreiten sollten.