Dabei handelt es sich um den Ausgabe- und den Rücknahmepreis.
Die Differenz ist ein gewichtiger Kostenanteil. In einem Fonds (Investmentfonds) wird das Geld zahlreicher Anleger zusammengefasst und in verschiedene Anlagebereiche investiert. Eine Kapitalanlage- beziehungsweise Investmentgesellschaft bündelt die Anlegergelder, um sie nach bestimmten Anlagezielen anzulegen. In der Regel liegt der Anlage das Prinzip der Risikostreuung zugrunde. Investiert werden die Gelder zu unterschiedlichen Anteilen in Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, in Immobilien und am Geldmarkt. Sie können sich in Deutschland an mehr als 8.000 verschiedenen Fonds beteiligen, indem Sie Fondsanteile erwerben. Jeweils beim Kauf und beim Verkauf Ihrer Fondsanteile werden bestimmte Fondsgebühren fällig.
Die Fondsgebühren bestehen aus dem Ausgabeaufschlag, der Gebühr für das Fondsmanagement sowie den Kosten für die Depotführung.
Bei den unterschiedlichen Anlagegesellschaften werden noch eine Reihe weiterer Gebühren erhoben. Das können beispielsweise die Aufwendungen für Provisionen für die Fondsmanager und Kosten für den Druck der Rechenschaftsberichte sein. Bei der Fondsauswahl lohnt es sich, die Gebühren der unterschiedlichen Gesellschaften miteinander zu vergleichen. Zu hohe Gebühren können einen jährlichen Ertrag um bis zu 5 Prozent und mehr vermindern. Als günstige Vermittler für Fonds gelten Direktbanken, da sie oftmals einen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag geben.
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Bei den Fonds in Deutschland gibt es nicht nur eine große Auswahl; auch hinsichtlich einer jeweiligen Kostenstruktur können Sie zwischen preiswerten und teuren Fonds wählen.
Der Ausgabeaufschlag gilt oftmals als einer der höchsten Kostenpunkte bei einem Investmentfonds. Beim Kauf der Fondsanteile berechnen die Gesellschaften zwischen 3 (Rentenfonds) und 6 Prozent (Aktien- und Immobilienfonds). Der Geldmarktfonds kennt keinen Ausgabeaufschlag. Aber auch die Gebühr für das Management der Fonds ist nicht gering. Im Durchschnitt müssen Sie diesbezüglich mit Kosten in Höhe von 0,2 bis 2,5 Prozent rechnen. Auch bei den Verwaltungsgebühren gibt es gravierende Unterschiede; pro Jahr etwa 0,1 bis 0,15 Prozent Ihrer Fondsanlage.
Sie finden Fondsanbieter, bei denen Sie keine Gebühren für die Führung Ihres Depots bezahlen müssen oder einen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag erhalten.
Neben einem Fonds müssen Sie immer auch den Fondsanbieter im Blick haben. Sie können dabei vor allem die Gesamtkostenquote oder Total Expense Ratio (TER) in den Vergleich einbeziehen, da diese Auskunft über die jährlichen Kosten bei einem Investmentfonds gibt. Diese jährlichen Kosten setzen sich aus den Management- und Verwaltungskosten eines Investmentfonds sowie weiteren Kosten für Wirtschaftsprüfer, Werbung und Anwaltskosten zusammen. Der Bundesverband der Investmentgesellschaften hat für die in den TER einzubeziehenden Positionen Empfehlungen ausgearbeitet. Fondsgesellschaften müssen diese jedoch nicht umsetzen.