Die Lebensversicherung bietet zum einen Versicherungsschutz und zum anderen die Möglichkeit, Geld anzusparen.
Der Sparplan bei einer Lebensversicherung sieht vor, dass eine vereinbarte Geldsumme zu einem benannten Zeitpunkt an einen Versicherungsnehmer im Erlebensfall zur Auszahlung kommt. Im Falle des Todes eines Versicherten erhalten die Begünstigten beziehungsweise die Hinterbliebenen eine bestimmte Versicherungssumme ausgezahlt. Die Auszahlung im Erlebensfall wird in ihrer Höhe von einem garantierten Betrag und von weiteren nicht garantierten Überschüssen bestimmt. Die Lebensversicherung bietet in ihrer klassischen Form eine Möglichkeit zur Altersvorsorge. Versicherte können mit einem Vertrag ihre eigene Rente absichern und für Hinterbliebene deren finanzielle Zukunft regeln.
Deutsche Lebensversicherungen sind in ihrer Konstruktion sehr konservativ ausgerichtet. Sie erwirtschaften trotz hoher Sicherheitsansprüche seit Jahrzehnten regelmäßig ordentliche Renditen.
Die Sicherheit erreichen die Versicherer mit der schwerpunktmäßigen Geldanlage in festverzinsliche Wertpapiere und Immobilienfonds. Die Beimischung von Aktien ist auf maximal 35 Prozent beschränkt. Im Gegenzug dazu stehen die so genannten englischen Lebensversicherungen, die aufgrund eines höheren Aktienanteils von bis zu 80 Prozent bei größerem Risiko, bezogen auf die letzten 20 Jahre, höhere Renditen erwirtschaften konnten.
Für die deutsche Lebensversicherung gilt Sicherheit durch eine garantierte Mindestverzinsung sowie der Schutz der Familie ab der ersten Beitragszahlung. Zudem wird zum Fälligkeitstermin eine große Summe steuerfrei ausgezahlt.
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Ein Lebensversicherungsvertrag kann jederzeit zum Ende einer Versicherungsperiode gekündigt werden.
Der Versicherer zahlt in diesem Fall das bestehende Guthaben aus. Das eigentliche Guthaben wird jedoch bei einer endgültigen Vertragsbeendigung durch eine Reihe von Kosten und Gebühren geschmälert. Besonders der Verkauf ist eine echte Alternative zur Kündigung.
Der Vorteil einer Lebensversicherung besteht unter anderem auch darin, dass sie beliehen oder verkauft werden kann. Beim Verkauf ist die ausgezahlte Kapitalsumme in der Regel höher als bei einer Kündigung. Diese Kapitalsumme erhält der Verkäufer vom Käufer des Versicherungsvertrages. Käufer sind meist auf einen Lebensversicherungsankauf spezialisierte Finanzunternehmen.
Eine gewisse Absicherung kann selbst nach dem Lebensversicherungsverkauf erhalten bleiben.
Auch nach dem Verkauf bleibt der Verkäufer der Versicherte im Fall des Todes. Er oder die Hinterbliebenen erhalten die bis zum Verkauf entstandene Todesfallsumme. Weitere Vorteile der Lebensversicherung zeigen sich beim Steuern sparen. Seit Einführung der Abgeltungssteuer im Jahr 2009 ist es möglich, bestehende und alle neu aufgenommenen Geldanlagen in eine Lebensversicherung zu überführen.
Auf Lebensversicherungen trifft die Abgeltungssteuer während ihrer Laufzeit nicht zu. Bei einer Auszahlung nach mindestens zwölfjähriger Laufzeit und ab einem Alter von 60 Jahren wird die Hälfte des entstandenen Gewinns besteuert. Beim Tod des Versicherungsnehmers ist die Auszahlung der Versicherungssumme einschließlich der dazugehörigen Gewinne zu 100 Prozent steuerfrei.