Die Bezeichnung Motorradversicherung steht in erster Linie für die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Haftpflichtversicherung.
Da jeder für Schäden, die anderen zugefügt werden lebenslang mit seinem Vermögen haften muss, soll die Haftpflichtversicherung dafür in Deckung gehen. Daneben besteht für jeden Halter auch die Option, den Versicherungsschutz individuell zu erweitern. Mit dem Schutz einer Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung können zusätzlich Risiken versichert werden.
Dazu gehören beim Teilkaskoschutz Schäden, die durch Brand, Blitzschlag, Hagel, Sturm, Explosion, Überschwemmung oder eine Tierkollision entstehen.
Der Vollkaskoversicherungsschutz beinhaltet das Absichern dieser Risiken und reguliert darüber hinaus auch Schäden, die der Versicherungsnehmer selber verursacht hat. Nicht selten kommt es durch Marderbisse zu enormen Schäden an Leitungen, die auch mit Spätfolgen verbunden sind.
Die Vollkaskoversicherung leistet auch hierfür und übernimmt auch das Regulieren von Vandalismusschäden.
Viele Versicherer bieten ihren Kunden auch einen Motorrad-Schutzbrief an, der entweder in der Kaskoversicherung bereits enthalten ist, oder separat abgeschlossen werden kann.
Der Schutzbrief erweitert den Versicherungsschutz bei einer Panne oder nach einem Unfall.
Der Pannenservice wie auch die Kosten für das Abschleppen, gehören ebenso zum Leistungsspektrum wie auch die Kostenübernahme von einer Hotelübernachtung, sofern diese nach einem Unfall erforderlich wird und die Kosten für ein Ersatzfahrzeug.
» Jetzt zum kostenlosen Vergleich
Seit Jahren schon entfällt für Motorradfahrer, die nicht ganzjährig ihr Bike fahren wollen, das An- und Abmelden, sofern sie sich für das Saisonkennzeichen entschieden haben.
Dieses ist an Nummernschild zu erkennen und wird bei der Anmeldung zur Motorradversicherung zeitlich begrenzt und in der Regel fallen die warmen Frühjahrs- und Sommermonate darunter. Das zeitliche Festlegen ist nur einmal für den Halter erforderlich und wird für die Folgejahre weitergeführt. Wer von den Vorteilen des Schadensfreiheitsrabatts profitieren will, muss sein Motorrad wenigstens ein halbes Jahr lang versichern. Versicherungsnehmer, die ihr Motorrad über ein Saisonkennzeichen versichern, verlieren jedoch den Versicherungsschutz, wenn sie außerhalb der Gültigkeitsdauer mit dem Motorrad unterwegs sind und einen Schaden verursachen.
Im Mittelpunkt der Motorradversicherung steht die Höhe der Versicherungssumme, denn im Leistungsfall zahlen die Versicherer lediglich für Schäden bis zur maximalen Deckungssumme.
Liegt diese unter den Kosten für einen verursachten Schaden, muss der Versicherte für den Differenzbetrag selber aufkommen. Viele Motorradversicherungen sind dazu übergegangen, das Motorrad pauschal bis zur einer Versicherungssumme von 100 Millionen Euro abzusichern. Diese Deckungssumme ist aktuell die höchste Deckungssumme, die sich in Deutschland vertraglich vereinbaren lässt. Die Kosten für den Kaskoschutz lassen sich senken, wenn bereits ein anderes Fahrzeug bei der Versicherungsgesellschaft abgesichert ist.