In fast 40 Millionen deutschen Haushalten befinden sich veraltete Gas- und Heizölanlagen, die nicht nur sicherheitstechnisch zu einem wachsenden Problem werden, sondern auch energiepolitisch kaum mehr modernen Vorstellungen entsprechen. Nach aktuellen Überlegungen der Regierung, die von Bundesumweltminister Altmaier bereits bestätigt wurden, denkt die Koalition über die Einführung einer Art Abwrackprämie für Heizungen und Heizanlagen nach. Mit einer solchen Prämie würde der Staat die Umstellung auf eine neue Anlage aktiv unterstützen und für viele Hausbesitzer einen Anreiz schaffen, die lange hinausgezögerte Investition endlich zu realisieren. Die Einführung einer Abwrackprämie wäre zudem ein weiterer Schritt zur Energiewende, um die Heizenergie in Deutschland mittels moderner Technik effektiver nutzen zu können und weniger Energie im privaten Bereich zu verschwenden.
Mieterverbände sehen drohenden Kostenanstieg
Der Vorsatz, mit einer neuen Technik Energie besser Nutzen zu können, dürfte jedoch für Millionen von Mietern hierzulande den Nachteil eines steigenden Mietpreises mitbringen. Üblicherweise dürften die entstandenen Kosten auf die Mieter umgelegt werden, die durch die Umsetzung einer neuen Heiztechnik eine Verbesserung in ihrem Wohnumfeld erhalten und diesen im Regelfall durch einen höheren Mietzins bezahlen müssen. Sowohl Mieter- wie auch Sozialverbände sehen daher den neuen Vorstoß kritisch, da bereits heute für Millionen von Haushalten in Deutschland die Mietkosten eine zu hohe finanzielle Belastung darstellen. Beschlossen ist die Abwrackprämie für Heizkörper noch nicht, allerdings einer der wichtigsten und konkretesten Punkte des neuen Arbeitspapiers aus dem Bundesumweltministerium.