Die Unsicherheit, in welchem Rahmen die Kürzung für Solaraggregate nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz in Zukunft weiter fortgeführt wird, spiegelt sich mittlerweile auch auf dem Solarmarkt wider. Viele Bürger und Unternehmen zögern damit, eine neue Solaranlage zu errichten, da sie keine Garantie dafür haben, welche Förderhöhe sie noch für diese Anschaffung erhalten können.
Ursprünglich wurde von der Bundesregierung eine Kürzung je nach Art der Photovoltaikanlage um bis zu 40 Prozent beschlossen, der von der Opposition beherrschte Bundesrat stoppte dieses Vorhaben allerdings. Welches Ergebnis zur Kürzung der Solarförderung im angerufenen Vermittlungsausschuss erzielt wird, kann in der momentanen Situation kaum abgeschätzt werden und führt nicht alleine beim Verbraucher für einen Zustand des Verharrens.
Handwerker beklagen erhebliche Umsatzeinbußen
Große Kritik kommt aktuell von Seiten des Handwerks, die von der Errichtung und Wartung der Solaranlagen in den letzten Jahren erheblich profitieren konnten und in der aktuellen Situation erhebliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen haben. Auch das Bankwesen zögert bei privaten wie gewerblichen Solarprojekten, da die Unsicherheit über die staatlichen Förderprämien eine Unsicherheit über die Rentabilität der Anlagen nach sich zieht. Nicht selten werden Kreditzusagen zurückgestellt, da der Ertragsreichtum einer Solaranlage nicht mehr realistisch abgeschätzt werden kann.
Sollte die Politik bis zur Sommerpause keine Lösung finden, dürften noch weitere Monate der Unklarheit anstehen. Ein weiterer Solarboom gegen Ende dieses Jahres dürfte Dank des EEG-Umlageverfahrens die Strompreise in Deutschland im nächsten Jahr erneut stark erhöhen.