Wer sich als umweltbewusster Autofahrer für ein Elektroauto als neues Fahrzeug entscheidet, möchte hiermit vor allem eine Entlastung der Umwelt erzielen. Genau diese ist nach einem aktuellen Gutachten des Öko-Instituts des Bundes-
umweltministeriums bei weitem nicht immer gegeben, je nach Einzelfall kann das Fahren eines klassischen Benziners sogar eine geringere Umweltbelastung darstellen.
Grund hierfür ist die Einspeisung von Strom in das Elektrofahrzeug, wobei dieser Strom meist nach dem klassischen Strommix deutscher Energiekonzerne angeboten wird. Hierbei handelt es sich nicht um reinen Ökostrom, vielmehr sind auch Kohle und andere, fossile Energieträger an der Stromgewinnung beteiligt und müssen in die Energiebilanz des Elektroautos mit eingerechnet werden.
Die richtige Zukunftstaktik im Automobilwesen finden
Wirklich umweltfreundlich wird nach dem Gutachten das Fahren eines Elektroautos nur dann, wenn dieses auch mit reinem Ökostrom betankt wird. Ansonsten ließe sich der Ausstoß von CO2-Emissionen in den nächsten beiden Jahrzehnten bereits dann schon um 25 Prozent absenken, wenn in eine noch sparsamere Technologie klassischer Verbrennungsmotoren investiert würde. Vielen Verbrauchern ist zudem nicht bewusst, dass die genannten CO2-Emissionen ausschließlich für den alltäglichen Verbrauch des Fahrzeugs bemessen werden. Der immense CO2-Ausstoß, der bei der Produktion eines Elektroautos anfällt und den eines Benziners bei weitem übersteigt, wird nicht in die Bilanz eingerechnet.