Verstärkt wird seit Monaten über den Anstieg der Strompreise diskutiert, der aus der Energiewende heraus resultiert und etwa Kosten für den Ausbau der Infrastrukturen mit abdeckt. Nach einer aktuellen Meldung könnte der von der Bundesnetzagentur veranschlagte Kostensatz für den Ausbau der Netze in Deutschland zu hoch angegeben worden sein, nach Einschätzungen dürfte der frühere Wert um einen höheren, dreistelligen Millionenbetrag unterschritten werden.
Eine gute Nachricht vor allem für Privatverbraucher, die so mit einem gedämpfteren Anstieg der Strompreise rechnen können. Bei faktisch allen Privattarifen zahlt der Verbraucher einen Anteil an die Netzbetreiber mit, die durch neue und umfassende Infrastrukturen mehr Geld einfordern können und die Kosten ihrer Investitionen erst einmal kompensieren müssen.
Netzausbau getrennt von der Energiewende sehen
Auch wenn in der aktuellen Diskussion zur Energiewende das Thema Netzausbau besonders kritisch beachtet wird, weisen viele Betreiber daraufhin, dass der entsprechende Kostenfaktor auch ohne die fortschreitende Umstellung auf erneuerbare Energieträger in Deutschland angefallen wäre. Zum einen ist durch den Verschleiß sowie durch Reparaturarbeiten stets mit hohen Kosten in der Aufbesserung bzw. Erneuerung von vorhandenen Netzstrukturen zu rechnen. Zum anderen wächst der europäische Strommarkt stärker zusammen und macht so auch in Deutschland den Aufbau neuer Netzwerke für das Weiterleiten von Strom sowie anderen Energiequellen nötig. Nicht zuletzt sorgt auch der wachsende Energiebedarf im privaten und gewerblichen Bereich dafür, dass die Infrastrukturen auf diesen Mehrverbrauch eingestellt sind.