Das Thema Energiekosten befasst neben Millionen von Privathaushalten auch Unternehmen zahlreicher Branchen, die für ihre Produktion auf niedrige Nebenkosten angewiesen sind. Zwar sind viele Unternehmen von Aufschlägen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz befreit, dies löst Industrieunternehmen jedoch nicht vom generellen Druck, weiterhin wirtschaftlich in der Bundesrepublik zu produzieren.
Gerade für mittelständische Unternehmen ist es schwierig, faire Strompreise mit den Energieversorgern auszuhandeln, wobei ein alleiniges Engagement meist die wesentliche Hürde bei der Verhandlung darstellt. Um effizienter mit dem Energieträger Strom umgehen zu können, lohnt es sich für Unternehmen des Mittelstands, regional und sogar branchenübergreifend zu kooperieren und als größere Zahl von Beziehern mit Energieunternehmen Konditionen auszuhandeln, mit denen die Produktion spürbar günstiger gestaltet werden kann.
Strompools als kostengünstigere Alternative für Unternehmen
Bereits heute lassen sich in einzelnen Regionen der Bundesrepublik sogenannte Strompools finden, deren Mitglieder über Wirtschafts- oder Branchenverbände organisiert sind. Bis zu einer dreistelligen Zahl von Unternehmen bündeln hier ihr Stromgesuch und können so gemeinschaftlich bessere Energiepreise mit den Versorgern der Region aushandeln.
Als ergänzende Taktik kommt die Möglichkeit hinzu, Teile des Strombedarfs über die frei gehandelte Internetbörse zu decken und so mit etwas Glück günstigere Konditionen als die Standardpreise der bekannten Anbieter zu erzielen. Erfahrungsberichten von mittelständischen Unternehmen folgend lässt sich über die Bündelung zu Strompools ein nicht unerheblicher Eurobetrag in der Stromversorgung einsparen. Alleingänge bei Anfragen für Tarifreduktionen dürften jedoch branchenübergreifend nicht die gewünschten Ersparnisse mitbringen.