Während aktuell noch diskutiert wird, wie stark deutsche Verbraucher unter der Energiewende finanziell leiden, sehen die Ökonomen des Bundesumweltamtes auf langfristige Sicht einen klaren Kostenvorteil. Mit einer aktuellen Studie gehen die Wirtschaftswissenschaftler davon aus, dass in fast 20 Jahren die Nutzung von Windenergie und anderen regenerativen Trägern preiswerter wird als das Beziehen von fossilem Strom, z. B. aus Kohlekraftwerken.
Nach Probeberechnungen der Wirtschaftler dürften die reinen Erzeugungskosten für Strom aus Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen im Jahr 2030 bei 7,6 Cent pro Kilowattstunde ansetzen, eine Kilowattstunde Kohlestrom dürfte in der Produktion hingegen neun Cent kosten. Unter Berücksichtigung vieler weiterer Studien und einer expliziten Analyse wird zudem davon ausgegangen, dass gerade die Verstromung der fossilen Brennstoffe ein Hauptgrund für den Klimawandel ist.
Verstärkter Ausbau wird Ökostrom verbilligen
Ein wesentlicher Schlüssel für die Vergünstigung des nachhaltig gewonnenen Stroms stellt vor allem die steigende Produktion dar, die bereits jetzt schon über dem politisch erwarteten Maße liegt. Wie bei anderen Wirtschaftsgütern auch, wird durch die steigende Massenproduktion die Ware selbst günstiger. Im Bereich Energie ist dieser Effekt ebenfalls zu erwarten, wobei er durch den steigenden Energieverbrauch hierzulande etwas abgeschwächter eintreten dürfte.
Positive Auswirkungen sieht die Studie des Bundesumweltamtes zudem für den Arbeitsmarkt, bis zum Jahr 2030 dürften bis zu 600.000 Bundesbürger eine Arbeit im regenerativen Energiesektor finden. Zahlreiche Argumente, die langfristig für den Weg der modernen Energiewende sprechen.