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Energienews 11.06.2012

EEG-Umlage Erhöhung
© digitalstock - Fotolia.com
11.06.2012 13:48 pma

Ökostrom: Koalition fordert Reform

Koalitionspolitiker haben sich für Änderungen bei der Ökostrom-Förderung und eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ausgesprochen. Bundeskanzlerin Merkel äußerte, das Ziel der Bundesregierung seien bezahlbare Energiepreise. Laut Berechnungen könnten die Strompreise im nächsten Jahr von derzeit rund 3,6 Cent pro Kilowattstunde auf über 5 Cent steigen.

 

Koalitionspolitiker plädieren für Reform

 

Der Unions-Fraktionschef Volker Kauder geht davon aus, dass die hohen Strompreise in direkter Relation zur Kürzung der Solarförderung stehen. FDP-Vorsitzender Philipp Rösler und der Fraktionsvize der Union, Michael Fuchs, machen sich zudem für eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) stark. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschwichtigt indessen die Sorge vor steigenden Strompreisen, auch wenn sich die EEG-Umlage innerhalb eines Jahres laut Berechnungen nahezu verdoppeln könnte. Insbesondere Familienunternehmen mit hohem Energieverbrauch will Merkel durch eine Regelung von der EEG-Umlage befreien.

 

Künast fordert Stromrabatte

 

Die Fraktionschefin der Grünen, Renate Künast fordert hingegen ein neues Preismodell für Energie: Künast könnte sich durchaus einen Stromrabatt für Verbraucher am Wochenende vorstellen. Es müsse für jeden Haushalt ein garantiertes Kontingent an Strom und Gas zu günstigen Preisen geben, so Künast gegenüber der „Passauer Neuen Presse“. Weiterhin fordert sie auch die Bevorteilung der Industrie umgehend einzustellen. Philipp Rösler lehnt dieses Vorhaben konsequent ab: Die energieintensive Industrie würde dringend benötigt, um Materialien wie Aluminium oder Stahl für die Weiterverwendung bei der Erzeugung alternativer Energien aufzubereiten.

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