Der öffentliche Eindruck, dass Erdöl und andere Energieträger in Deutschland so teuer wie noch nie sind, wird durch eine aktuelle, statistische Auswertung bestätigt. Seit mehr als zehn Jahren war der Import von Öl und weiteren Energiequellen nicht mehr so teuer wie im verstrichenen Jahr 2011, gegenüber dem Vorjahr ist ein Anstieg der Kosten um acht Prozent erfolgt.
Die Zahl bezieht sich dabei nicht alleine auf den Sektor Energie, auch für importierte Waren aus anderen Lebensbereichen sind entsprechend höhere Preise von allen Bundesbürgern zu entrichten. Besonders betroffen sind neben Erdöl und aufbereitetem Mineralöl auch Metalle, Erze sowie verschiedene Lebensmittel.
Preisanstieg für Öl und Baumwolle besonders spürbar
Bereits das Jahr 2008 war ein echtes Rekordjahr, was die Importpreise von Erdöl anging, das abgelaufene Jahr kann diesen Wert jedoch noch einmal übersteigen. Selbiges gilt auch für Baumwolle als unerlässlichen Rohstoff in der Textilindustrie, was sich in allen Bereichen des Modesektors durch höhere Preise zeitnah niedergeschlagen hat.
Verglichen mit den gestiegenen Kosten im Importbereich sind die Kosten für Exporte deutlich geringer geblieben, haben ihrerseits jedoch ebenso einen enormen Anstieg zu verzeichnen. Um 3,7 Prozent sind die Exportkosten gegenüber dem Jahr 2010 angestiegen, was einen Preisanstieg darstellt, der zum letzten Mal vor 30 Jahren so hoch ausfiel.