Nicht nur vor den Küsten Europas wird der Ausbau von Offshore-Windanlagen intensiv vorangetrieben, auch in den Gewässern anderer Kontinente ist die Suche nach alternativen Energieträgern unverzichtbar geworden. Vor den Küsten der Vereinigten Staaten sowie Japans beginnt allmählich ebenso die Umsetzung echter Mammutprojekte, bei denen starke Meereswinde zur Gewinnung von ökologischer Energie zum Einsatz kommen.
Vor allem in Japan ist das Interesse an alternativen Energiequellen nach der Katastrophe von Fukushima groß, wobei die technische Realisierung bei verschiedenen Projekten einen neuen Schwerpunkt setzt. Durch schwimmende Gründungen soll eine neue Flexibilität im hohen Gewässer geschaffen werden, wodurch die Anlagen auch bei stärkerem Wind und widrigen Witterungen eine höhere Sicherheit in der Nutzung mit sich bringen. Erste Tests erfolgen bereits auf dieser Basis, die zum Einsatz kommenden Prototypen sind allerdings teuer.
Vielversprechende Tests für schwimmende Plattformen
Auch in Europa laufen bereits Testphasen mit Anlagen ohne feste Verankerung, wobei entweder die gesamte Energieanlage durch eine Vielzahl von Schwimmkörpern Auftrieb erhält oder durch eine röhrenförmige Gestaltung eine besondere Grundform eines schwimmenden Windrads erzeugt wird. Schwimmende Anlagen stellen aktuell zwar eine technische Neuerung dar, das Potenzial dieser Spezialanlagen wird nach dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesysteme jedoch bis hin zu 8.000 Terawatt geschätzt.
Nach erfolgreicher Testphase bleibt daher zu klären, ob eine Serienproduktion dieser außergewöhnlichen Variante lohnt und ob diese eher vor Europas Küsten oder in den Gewässern anderer Kontinente eingesetzt wird.