Die Konstruktion von Offshore-Windparks gestaltet sich wegen der Verankerung des Fundaments auf dem Meeresgrund oft schwierig. Das norwegische Unternehmen Hexicon plant daher, eine schwimmende Plattform im Meer zu betreiben, die Energie im Überfluss liefern soll. Zwar gibt es bereits einige Pilotprojekte, die technische Herausforderung stellt Ingenieure aber vor neue Herausforderungen.
Laut Hexicon soll eine sechseckige Plattform an ein mehr als 20.000 Tonnen schweres Gegengewicht auf dem Meeresgrund befestigt werden. Diese bietet Platz für 30 Windräder sowie geschützte Räume für Technik und Mitarbeiter. Durch eine flexible Ausrichtung der Plattform kann die Energieausbeute erhöht werden und gleichzeitig vor Schäden durch zu starke Winde geschützt werden. Bisher gibt es einige Pilotprojekte in Japan, auch in spanischen Gewässern sollen demnächst ähnliche Anlagen erprobt werden.
Die Konstruktion der Anlagen stellt Ingenieure vor eine schwere Aufgabe: Flüssigkeiten und Technik werden Bewegungen durch Wind und Wellen ausgesetzt, drei Konzepte stehen in der engeren Auswahl. Konkrete Studien oder Bewährungsproben gibt es derzeit noch nicht.
Enorme Energieerzeugung durch schwimmende Windparks
Schwimmende Windparks können auch bei großer Wassertiefe jenseits der bisher üblichen 50 Meter errichtet werden, damit erhöht sich die Ausbeute an Energie erklärt Jochen Bard, Experte für die Nutzung von Meeresenergie am Fraunhofer Institut in Kassel. Denn „je tiefer das Wasser, desto stärker der Wind“. Die enorm große Meeresoberfläche bietet ein nahezu unendliches Potenzial für die ökologische Erzeugung von Energie. Allein in Europa ließen sich laut Bard jährlich rund 8.000 Terrawattstunden an Energie erzeugen - das ist mehr als der doppelte jährliche Energieverbrauch der EU-Länder.