Wer in den nächsten Wochen in den Urlaub aufbricht und dabei in eines der deutschen Nachbarländer reist, wird es schnell im eigenen Portemonnaie erkennen: Die Lebenshaltungskosten in den meisten Ländern Westeuropas liegen noch höher als in der Bundesrepublik.
Nach einer aktuellen Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts liegen die Kosten für einen repräsentativen Warenkorb in Deutschland bereits 3,4 Prozent über dem EU-Durchschnitt, allerdings sind in vielen der angrenzenden Staaten mit noch höheren Preisen zu rechnen. Zu den teuersten Nachbarländern, die zugleich die EU-Statistik mit ihren Lebenshaltungskosten anführen, gehören Dänemark und Luxemburg. Im skandinavischen Land präsentiert sich der Warenkorb um mehr als 40% teurer als in Deutschland, im Großherzogtum bietet dieser im Vergleich zur Bundesrepublik 20% höhere Verbraucherpreise.
Schweiz und Norwegen als teure Reiseziele
Während in Ländern wie Belgien, den Niederlanden, Frankreich und Österreich der höhere Warenwert im einstelligen Prozentbereich liegt, wird es auf Reisen in die Schweiz sowie nach Norwegen besonders teuer. Beide Nationen tauchen zumindest in der EU-Statistik durch die fehlende Mitgliedschaft zur Union nicht auf, bieten allerdings teurere Preise mit mehr als 50% im Vergleich zu den deutschen Warenwerten. Einzelne Produktgruppen sind hierbei besonders betroffen, auf die Urlauber nicht immer verzichten möchten, beispielsweise alkoholische Getränke in Norwegen sowie dem gesamten skandinavischen Raum. Wer auf seiner Urlaubsreise in den Lebenshaltungskosten sparen möchte, sollte sein Reiseziel in Osteuropa planen, wo Bulgarien das niedrigste Preisniveau bieten kann.