Mit der aktuellen fortwährenden Eurokrise ist die Sorgen vieler Menschen verbunden, einen Teil ihres Vermögens einzubüßen, nach dem Entwurf des vierten Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung scheint diese Sorgen zumindest bezogen auf die letzten Jahre unbegründet zu sein.
Zwar verzeichnet der Staat ein schrumpfendes Vermögen, im privaten Bereich gilt allerdings das Gegenteil. Alleine innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich das Privatvermögen sämtlicher deutschen Haushalte verdoppelt, welches nun gute zehn Billionen Euro beträgt. Der Entwurf präsentiert allerdings auch eine sehr ungleichmäßige Verteilung des Vermögens, wobei dieses Ungleichgewicht über die letzten Jahre stetig größer geworden ist. Aktuell verfügen die oberen zehn Prozent bereits über die Hälfte des gesamten Nettovermögens, das sich in deutschen Privathaushalten befindet.
Unterschiede zwischen Ost und West geringer
Seit der Wiedervereinigung bis heute herrschen größere Unterschiede in den privaten Vermögenswerten der alten und neuen Bundesländer, allerdings haben sich die Zahlen in den letzten Jahren ein wenig aufeinander zubewegt. Ein durchschnittlicher westdeutscher Haushalt verfügt demnach über ein Vermögen von gut 130.000 Euro, wobei hier sowohl Barvermögen wie auch ein eventueller Immobilienbesitz mit eingerechnet sind.
Für einen ostdeutschen Haushalt ergibt sich aktuell ein durchschnittliches Vermögen von 55.000 Euro. Wesentliche Unterschiede ergeben sich auch in der Lohnentwicklung, die im oberen Einkommensbereich in den letzten Jahren weiter positive Akzente setzte, während für die unteren Einkommensbereiche eine Stagnation und somit ein Verlust der Kaufkraft festzustellen war.