Die Sicherheit im Umgang mit den eigenen Bankdaten hat die Bürger Europas in den letzten Jahren nicht nur stärker sensibilisiert, sondern auch für technische Neuerungen für einen sichere, bargeldlose Bezahlung gesorgt. Nach einer aktuellen Studie der Europäischen Zentralbank ist die Bezahlung mit EC-Karten an der Ladentheke in den letzten Jahren ebenso sicherer geworden wie das Abheben von Geld am Automaten.
Kriminelle Tätigkeiten sind jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau im Internet etabliert und umfassen dabei vor allem den Missbrauch von Kreditkarten. Nach Angaben der EZB stiegen die Schadenssummen über drei Jahre hinweg bis zum Jahr 2010 um mehr als 70 Millionen Euro, wobei die Zahlen sowohl die Nationen der Europäischen Union wie die verbleibenden Staaten Westeuropas ohne Mitgliedschaft in der EU umfassen.
Schadenssumme im Vergleich zum Transaktionsvolumen niedrig
In absoluten Zahlen lagen die von Kreditkarteninhabern reklamierten Zahlungen im Jahr 2010 bei knapp 650 Millionen Euro. Die Grenze von einer Milliarde Euro wurde überschritten, sofern neben kriminellen Machenschaften im Internet auch die Missbrauchsfälle an Geldautomaten oder Ladentheken mit berücksichtigt werden. Die Zahlen der EZB beziehen sich dabei auf die angezeigten Fälle der Bankkunden in Europa, bei denen es zu einer Rückerstattung durch die Finanzinstitute des Kontinents gekommen ist. Nicht angezeigte Fälle fehlen daher ebenso wie Fälle mit grob fahrlässigem Handeln. Das Gesamtvolumen der erstatteten Schäden beträgt weniger als ein Prozent sämtlicher Transaktionen mit Kreditkarten in Europa.