Während Europa aktuell unter der fortwährenden Schuldenkrise leidet, hat die US-amerikanische Wirtschaft seit vielen Monaten mit schwachen Konjunkturaussichten zu kämpfen. Auch die Arbeitslosigkeit der Weltmacht befindet sich weiterhin auf hohem Niveau, so dass mit neuen Maßnahmen wieder Schwung ins amerikanische Wirtschaftsleben gebracht werden soll.
Die US-amerikanische Notenbank trägt hierzu mit einer Finanzspritze von rund 210 Milliarden Euro bei und hofft so, neue Anreize und Spielräume für Investitionen zu geben. Sowohl Unternehmen wie Privatpersonen sollen durch die Investitionen in der Lage sein, preiswerter Kredite bei den amerikanischen Banken und Finanzinstituten aufzunehmen. Die aktuelle Maßnahme ist nicht die erste ihrer Art, bereits zum Ende des letzten Jahres sollte mit einer milliardenschweren Unterstützung der Anreiz zu Investitionen gegeben werden.
Europäische Konjunktur als Einfluss unverkennbar
Bereits seit Monaten befindet sich der US-amerikanische Leitzins auf einem historisch niedrigen Niveau, der die Aufnahme von Krediten mit Konditionen ermöglicht, die fast tilgungszinsfrei überschaubare Darlehenssummen aufnehmen lassen. Unabhängig hiervon lahmt die amerikanische Wirtschaft im Binnen- und Außenhandel, letzteres wird auch durch die fortwährende Finanzkrise Europas begründet.
Für die nächsten zwölf Monate ergeben sich zumindest zaghaft entspanntere Aussichten für den US-amerikanischen Arbeitsmarkt, von einer Trendwende kann jedoch nicht die Rede sein. Fünf Monate vor der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten sieht sich US-Präsident Obama folglich einem heißen Wahlkampf ausgesetzt, der von Seiten der Republikaner verstärkt mit ökonomischen Themen gestaltet werden dürfte.