Die Nutzung von Giro- oder Kreditkarten als Alternative zum Bargeld ist seit Jahrzehnten etabliert, nach einer aktuellen Studie in Deutschland jedoch regelrecht auf dem Vormarsch. Nach aktuellen Zahlen der Deutschen Bundesbank wird in Westdeutschland nur noch gut jeder zweite Zahlungsverkehr in bar vorgenommen, in Ostdeutschland sind es mittlerweile sogar weniger als jeder zweite.
Zu den beliebtesten Alternativen gehört hierbei in beiden Teilen der Republik der Einsatz von Giro- und EC-Karten, rund jede zehnte Zahlung wird zudem mit einer Kreditkarte vorgenommen. Auch das Barguthaben, das Bundesbürger in ihrem Portmonee mit sich herumführen, ist über die letzten Jahre spürbar gesunken und betrug bei der aktuellen Erhebung nur noch gut 100 Euro.
Plastikgeld je nach Lebensbereich unterschiedlich beliebt
Unabhängig von der wachsenden Beliebtheit der Kartenzahlung bleiben verschiedene Lebensbereiche erhalten, in denen weiterhin die Bargeldzahlung vorherrscht. So wird in Kneipen und Bars weiterhin Bargeld als Zahlungsmittel bevorzugt, auch an der Supermarktkasse ist trotz steigendem Anteil von Kartenzahlungen weiterhin der Ankauf von Lebensmitteln über Bargeld die am häufigste genutzte Form.
Anders sieht dies an Tankstellen aus, an denen mittlerweile zwei von drei Personen den Rechnungsbetrag über eine Kreditkarte oder ein ähnliches Zahlungsmittel begleichen. Trotz des wachsenden Interesses an der Kartenzahlung nimmt Bargeld in Form von Münzen für einen Großteil der Bundesbürger einen hohen Stellenwert ein. Mehr als zwei Drittel machten sich in der Umfrage dafür stark, kleinere Cent-Münzen nicht abzuschaffen.