Wer in Deutschland eine staatliche Rente durch die Deutsche Rentenversicherung bezieht, dürfte sich in den kommenden Jahren über einen reizvollen Anstieg seiner Altersbezüge freuen. Nach einer aktuellen Meldung der Bild-Zeitung mit Bezugnahme auf einen Bericht der Deutschen Rentenversicherung resultiert dies aus der geplanten Absenkung des Rentenbeitrag für Erwerbstätige in Deutschland, der zum 1. Januar 2013 nur noch 18,9 statt 19,6 Prozent des Bruttoeinkommens betragen soll.
Da auch für das Folgejahr noch einmal eine geringfügige Absenkung angedacht wird, kann gleich in mehreren Jahren hintereinander von einem leichten Anstieg der Rentenbezüge ausgegangen werden. Grund hierfür ist die Gestaltung der Rentenformel, da hier eine Absenkung der Beiträge automatisch einen Anstieg der Rentenbezüge für die aktuelle Rentnergeneration nach sich zieht.
Diskussion über Beitragssenkung hält weiter an
Aktuell ist davon auszugehen, dass die angedachte Absenkung des Rentenbeitrags mühelos den Bundestag passiert, Diskussionen über diesen politischen Schritt bleiben dennoch weiterhin erhalten. Politiker der Oppositionspartien sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund gingen erneut mit der Entscheidung hart ins Gericht und wiesen darauf hin, dass eine jetzige Absenkung spätestens in einigen Jahren einen massiven Anstieg des Rentenbeitrags mit sich bringen dürfte, da dann erhebliche Lücken in der gesetzlichen Rentenkasse vorhanden wären.
Auch ein Kompromiss wie eine geringere Absenkung des Beitrags fand bereits im Bundesrat keine Mehrheit und wird somit auch nicht im Bundestag diskutiert, wo die Maßnahme schon als ein verfrühtes Wahlgeschenk bezeichnet wurde.