Über die nächsten Jahrzehnte ist eine wachsende Altersarmut durch zu geringe Rentenhöhen in Deutschland absehbar, verschiedene Alternativen werden zur Lösung dieses Problems bereits angedacht. Neben der Koalition macht sich der Sozialverband Deutschland ebenso wie die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ihre Gedanken über die Vermeidung der wachsenden Altersarmut und bringen dabei eine Grundsicherung für jeden Bundesbürger ins Spiel.
Unabhängig von den geleisteten Einzahlungen in das gesetzliche Rentensystem sollte jedem Bundesbürger eine Grundrente von 850 Euro zugesichert werden, die damit klar höher als das Existenzminimum in der Bundesrepublik liegt. Eine weitere Form von privater oder betrieblicher Rentenversicherung wäre in diesem Fall nicht mehr nötig, wobei sich derartige Zusatzmaßnahmen die meisten Betroffenen mit einem geringen Einkommen ohnehin aktuell nicht leisten können.
Zuschussrente der Koalition aktuell nicht in der Diskussion
Auch Ministerin von der Leyen hatte vor wenigen Wochen ein eigenes Konzept gegen Altersarmut vorgestellt, wobei hier ebenfalls eine Aufstockung angedacht wird. Allerdings wäre diese in ihrer Finanzierung aus eingezahlten Beiträgen und Steuergeldern gemischt, während das Modell der Sozialverbände ausschließlich auf steuerlicher Basis finanziert werden könnte.
Der Vorschlag von der Leyens wird aktuell ohnehin nicht weiter diskutiert, da es über die Anteile der gemischten Finanzierung noch Unstimmigkeiten gibt und diese zunächst intensiver geprüft werden sollen. Ein goldener Weg ist momentan noch in keinem der Vorschläge zu erkennen, allerdings ist der Handlungsbedarf für die jetzigen und kommenden Rentengenerationen unweigerlich gegeben.