Wie in jedem Jahr findet eine Anpassung der Beiträge in der Kfz-Versicherung durch Neuberechnung der Regional- und Typklassen statt, knapp jeder zweite Versicherungsnehmer sollte 2012 mit einer Abänderung seines bisherigen Versicherungsbeitrags rechnen.
Eine wichtige Rolle spielt bei den zukünftigen Berechnungen der Versicherer auch das Alter des Versicherungsnehmers und/oder des jüngsten Nutzers des versicherten Fahrzeugs. Im Rahmen der Schadenfreiheitsklasse war bislang eine entsprechende Regelung für die Jahre unfallfreien Fahrens etabliert, wobei Fahrer mit einer geringen Fahrerfahrung meist auch ein sehr junges Lebensalter mitbrachten. Mittlerweile geht der Versicherungsbranche diese Form der Einstufung nicht mehr weit genug, so dass explizit das Alter des Versicherten in die Tarifierung des Versicherungsvertrags mit einspielt.
Unfallfreies Fahren in jungen Jahren stärker berücksichtigt
Junge Menschen sollten mit der Neuregelung allerdings nicht zwingend eine Verteuerung des Beitrags erwarten, vielmehr ergeben sich durch eine neue Staffelung der Schadenfreiheitsrabatte auch Chancen, den individuellen Beitrag zu reduzieren. Wurde bislang das unfallfreie Fahren bis zum Lebensalter 25 rabattiert, nehmen die Versicherungen fortan eine Vergünstigung bis zum Lebensalter 35 vor.
Gemeinsam mit der Berücksichtigung regionaler Unfallstatistiken sowie der Häufigkeit von Schäden des eigenen Fahrzeugtyps entsteht so wie üblich aus vielen Faktoren der zu zahlende Versicherungsbeitrag. Nach ersten Schätzungen dürfte gut die Hälfte der Kfz-Versicherten in Deutschland durch die nächste Beitragsanpassung einen minimal höheren Beitrag in ihren Versicherungsschutz einzahlen als noch im Jahr 2012.