Wer heute für die Zukunft spart, sollte sicher sein können, dass sich das Sparen im Alter lohnt. Eine Studie des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), durchgeführt vom Institut für Demoskopie Allensbach (IfD), zeigt, dass die Sparer in Bezug auf die Rente zunehmend verunsichert sind.
Es wird weniger für die Zukunft gespart. Stattdessen geben die Deutschen ihr Geld eher in der Gegenwart aus. Über die Konsequenzen sind sich die Menschen laut der Studie klar: Weniger Geld im Alter und finanzielle Einschränkungen werden eingeplant. Die Rentenlücke, welche die jungen Menschen in der Zukunft erwartet, beläuft sich auf 600 Euro im Monat. Trotz dieses Wissens ist die Bereitschaft, diese Lücke durch Investitionen zu schließen, klein. Nur ca. 24 Prozent der Deutschen seien grundsätzlich bereit, mehr Geld für das Alter zurückzulegen und zu sparen.
Ursachen: Euro-Krise und undurchsichtige Vorsorgeprodukte
Als Ursache für die zunehmende Planungsunsicherheit sehen GDV und IfD auf der einen Seite die Euro-Krise. Sie führt den Menschen täglich vor Augen, dass nichts mehr sicher ist. Auf der anderen Seite sind es laut der Studie vor allem die undurchsichtigen Vorsorgeprodukte, welche zur Verunsicherung beitragen. Es sind nicht mehr nur die Vorsorgeprodukte der privaten Wirtschaft, die verunsichern. Auch die staatliche geförderten Rürup- und Riester-Renten genießen weniger Vertrauen der Bürger. Verbraucherschützer kritisieren hier vor allem die hohen Kosten, ungenügende Renditen und dürftige Transparenz.
Um in Zukunft eine Kehrtwende zu erreichen und die Deutschen wieder zum Sparen anzuhalten, fordert der GDV die Politik auf, transparente Informationen zur zukünftigen Rentenleistung zur Verfügung zu stellen. Nur so könnten die Menschen genügend motiviert werden, auch private Vorsorge zu leisten.