Ab Mitte Dezember treten die sogenannten Unisex-Tarife in Deutschland und der Europäischen Union in Kraft, die eine Benachteiligung des Geschlechtes wegen beim Abschluss von Versicherungsverträgen verhindern sollen. Auch wenn nur noch wenige Monate bis zum Inkrafttreten vergehen, fühlt sich ein Großteil der Bundesbürger weiterhin schlecht informiert. Nach einer aktuellen, repräsentativen Umfrage der Continentale gab nicht mal ein Fünftel der Befragten an, sich ausreichend informiert über die tariflichen Neuerungen zu fühlen, die je nach Geschlecht zu einer Verteuerung des Versicherungsschutzes führen. Realistisch abzuschätzen, in welchen Sparten Frauen mit einer Erhöhung zu rechnen haben und in welchen eher Männer betroffen sind, gelingt nur einem geringen Teil der Befragten. Genau dies ist jedoch entscheidend, um noch vor dem 21. Dezember einen günstigeren Vertrag nach alter Regelung abzuschließen.
Mögliche Verteuerungen der Tarife rechtzeitig erkennen
Für Frauen dürfte es sich lohnen, noch rechtzeitig eine Risiko-Lebensversicherung abzuschließen oder den Wechsel des KFZ-Versicherers anzustreben. Da Frauen durchschnittlich über eine längere Lebenserwartung verfügen und seltener in Schadensfälle im Straßenverkehr verwickelt sind, ergaben sich bislang günstigere Konditionen für eine Absicherung von Frauen, die ab dem 21. Dezember an das höhere Niveau der Männer angepasst werden. Männer sind hingegen stärker von einem Kostenanstieg bei Versicherungsverträgen betroffen, die sich auf die Gesundheit beziehen. Ob Zusatz- oder Volltarif der PKV oder verschiedene Varianten der privaten Rentenvorsorge - hier lohnt es sich, rechtzeitig zu einem preiswerteren Versicherungsschutz zu gelangen.