Wer regelmäßig über die Onlineplattform eBay private Artikel meistbietend verkauft hat oder als Händler hierüber einen wesentlichen Teil seines Internethandels betreibt, sollte sich in Zukunft über gewaltige Änderungen im Abrechnungssystem der Plattform einstellen. Was durch den Anbieter vor allem mit einer wachsenden Sicherheit für den Kunden begründet wird, dürfte gerade private Verkäufer eher verärgern.
Zukünftig sollte man sich auf Wartezeiten von wenigstens sieben Tagen einstellen, da die finanziellen Transaktionen nicht mehr unmittelbar zwischen Käufer und Verkäufer ablaufen. Stattdessen läuft die Überweisung des Zahlbetrags zunächst bei eBay auf, das Unternehmen verwaltet den Zahlbetrag auf den Konten einer luxemburgischen Tochterfirma. Nach einer Prüfung des Vorgangs und bei ausbleibenden Reklamationen des Warenempfängers wird das Geld nach sieben Tagen an den Verkäufer überwiesen.
Neues System für alle eBay-Nutzer gültig
Wer sich aktuell neu bei eBay anmeldet, hat das neue Zahlungsprinzip bereits zu nutzen, für Stammkunden gewährt die Plattform aktuell noch eine Karenzzeit bis zum 12. Juni diesen Jahres. Wer sich mit den neuen Geschäftsbedingungen inklusive der Zahlungsvariante nicht einverstanden erklärt, kann zukünftig eBay nicht mehr nutzen.
Für den einzelnen Verkäufer heißt es zukünftig nicht nur länger warten, sondern den Zustand der verkauften Waren auch genau zu dokumentieren. Sollte es Mängel geben, entscheidet fortan eBay selbst darüber, ob das Geschäft rechtmäßig zustande gekommen ist. Schneller als gedacht wird der Verkauf somit ungültig, so dass statt Verkaufseinnahmen nur Mühen bleiben.