Beim monatlich ausgegebenen Geschäftsklimaindex hat das renommierte Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) aus München zum dritten Mal in Folge die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland abgesenkt. Wesentlicher Grund hierfür sei die fortwährende Euro-Krise, die zwar bislang noch wenige direkte Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft gezeigt hat, sich jedoch z. B. im Außenhandel mit den Staaten der europäischen Union widerspiegelt.
Der Präsident des Instituts machte bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen deutlich, dass trotz der wiederholten Absenkung keine Angst vor einer Rezession bestehen müsste. Trotz der erneut vorgenommenen Abwertung würde sich die deutsche Wirtschaft weiterhin auf einem akzeptablen, im Vergleich zu vielen Staaten Europas sogar guten Niveau liegen, das nicht gleich für eine erhebliche Abschwächung der Konjunktur stehen würde.
Erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Branchen
Mit Sorge blicken nach der aktuellen Erhebung vor allem die Industrieunternehmen Deutschlands in die Zukunft, bereits zum aktuellen Zeitpunkt seien viele Betriebe nicht im vollen Umfang in ihrer Produktion ausgelastet. Deutlich besser sieht es im klassisch kaufmännischen Umfeld sowie im Einzelhandel aus, hier wird in vielen Branchen von einem gleichbleibenden oder sogar leicht besseren Niveau im Vergleich zu den Vormonaten gesprochen.
Seit mehr als zwei Jahren lag der ifo-Index mit einem aktuellen Wert von 103,3 Punkten nicht mehr auf einem solch niedrigen Level, die Zahlen sind trotz der nicht gegebenen Drohung einer Rezession für das Institut alarmierend und nach Hoffnung vieler Unternehmen nur temporär schwach.