Deutschlands Manager und Firmenchefs schauen unverändert mit Zuversicht nach vorne. Diese positive Botschaft vermeldet aktuell das Ifo-Institut aus München. Um einen ganzen Punkt ist der Ifo-Index im Januar 2012 auf 108,3 Zähler geklettert. Dieses durch Befragung von 7.000 Entscheidern in der deutschen Wirtschaft gewonnene Ergebnis überraschte selbst die Experten des Instituts in seiner Deutlichkeit. Die Gefahr einer Rezession in Deutschland scheint somit erst einmal gebannt.
Der Ifo-Index sagt etwas über die Stimmung auf den deutschen Chefetagen aus. Und die ist laut den erfolgten Befragungen zum Start ins neue Jahr gut bis sehr gut. Weder durch die globale Konjunkturflaute noch durch das Problem der europäischen Schuldenkrise haben sich Deutschlands Manager, so hat es den Anschein, die Stimmung vermiesen lassen. Und das erstaunlicherweise bereits den dritten Monat in Folge. Baubranche, Industrie und Dienstleistungsgewerbe schauen dabei besonders hoffnungsfroh in die Zukunft, beim Groß- und Einzelhandel ist die gute Stimmung etwas gebremster.
Die meisten Punkte werden übrigens bei der Einschätzung der Geschäftsaussichten für die Zukunft vergeben, während die aktuelle Geschäftslage leicht dahinter liegt. Im Klartext heißt das, die Manager schätzen die derzeitige Wirtschaftslage im Lande realistisch ein und sehen gleichzeitig Entwicklungspotential für die Zukunft. Der Glaube an einen Aufwärtstrend ist zumindest da.
Übertriebene Euphorie wollen die Ifo-Experten dabei unter den deutschen Wirtschaftsbossen nicht ausmachen, allerdings ein ungebrochenes Selbstbewusstsein, was die Stärke der deutschen Wirtschaft betrifft. Ganz aus dem Schneider und über den Berg sei man allerdings noch nicht, so das Ifo-Institut. Die allgegenwärtige Schuldenkrise könne durchaus auch für die deutsche Wirtschaft zum Top Thema werden.