Nach Ansicht der wichtigsten Wirtschaftsinstitute der Bundesrepublik muss im Jahr 2013 eher von einem sehr gemäßigten Wachstum ausgegangen werden. Lagen die Prognosen für das kommende Jahr bislang bei Werten um die 2,0 %, gehen renommierte Wirtschaftsexperten wie die IWH oder das Ifo-Institut nur noch von einem konjunkturellen Wachstum von 1,0 % aus.
Mit der Halbierung des Prozentsatzes gehen die Ökonomen auf klar erkennbare Abwärtstendenzen ein, die zwar noch von einer echten Rezession entfernt liegen, jedoch eine erhebliche Eintrübung der deutschen Wirtschaft in Aussicht stellen. Neben den Instituten sieht auch das Bundeswirtschaftsministerium eine entsprechende Gefahr, mit der eine zunehmend schlechte Stimmung unter den führenden Unternehmen in Deutschland bestätigt wird.
Deutsche Wirtschaft im europäischen Vergleich weiterhin robust
Unabhängig von den eingetrübten Aussichten für das kommende Jahr bleibt die deutsche Wirtschaft jedoch weiterhin ein wesentlicher Motor für die gesamteuropäische Wirtschaft. Während sich viele Nationen des Kontinents, gerade im südeuropäischen Raum, mit dem Problem einer Rezession befassen müssen, bietet sich für das deutsche Umfeld weiterhin noch keine Tendenz hin zum drohenden Nullwachstum.
Als wesentlichen Faktor machten die Wirtschaftsexperten eine allmähliche Stagnation auf dem Arbeitsmarkt verantwortlich, während in den vergangenen drei Jahren stets positive Impulse durch die wachsende Erwerbstätigkeit erkennen konnten. Eine Eintrübung des Konsums konnte noch nicht in größerem Maße verzeichnet werden, entsprechende Tendenzen werden allerdings in der rückblickenden Auswertung für das zweite Halbjahr 2012 erwartet.