Trotz der anhaltenden Diskussion über die Eurokrise wird die Kauflust der deutschen Konsumenten momentan kaum gehemmt, wie die Veröffentlichung des aktuellen GfK-Konsumindex zeigt. Der Wert liegt weiterhin bei 5,9 und hielt so das Niveau der letzten Erhebung, auch mit einem leichten Rückgang der deutschen Konjunktur bleibt das Konsumverhalten somit stabil.
Als ein Grund hierfür zeigt sich, dass deutsche Verbraucher durchaus eine Unsicherheit bezüglich der konjunkturellen Entwicklung und der Stabilität des Euros zeigt und deshalb einen Teil ihres Vermögens lieber in den privaten Verbrauch investiert als das Geld alleine zu sparen. Wirtschaftsexperten sehen die Konsumfreude der Deutschen als gutes Indiz, die drohende konjunkturelle Schwächung in der zweiten Jahreshälfte spürbar abfedern zu können.
Wirtschaftliche Aussichten in Deutschland eher eingetrübt
Im Vergleich zum Konsumklimaindex sank der Ifo-Geschäftsklimaindex hingegen zum vierten Mal in Folge, eine Abschwächung der Konjunktur wird dabei nicht nur von den deutschen Unternehmen, sondern auch immer mehr Verbrauchern erwartet. Wie das Wirtschaftsinstitut dabei erneut verdeutlichte, ist die Bundesrepublik dennoch weit von einer Rezession entfernt, verglichen mit dem Rest Europas steht die deutsche Wirtschaft trotz der leichten Eintrübung weiterhin gut da. Als drohender Faktor für eine stärkere wirtschaftliche Eintrübung, die auch das Konsumverhalten der Verbraucher abschwächen dürfte, wird allerdings der Strompreis gesehen. Für den Herbst ist ein erneuter, starker Preisanstieg für das kommende Jahr zu befürchten, der die Kauflaune von Millionen Haushalten in Deutschland dämpfen dürfte.