Nachdem im vergangenen Jahr die Inflationsrate mit Werten über zwei Prozent regelmäßig in der Diskussion stand, stehen mittlerweile wieder moderatere Entwicklungen in Aussicht. Verglichen zum Vorjahr gab es im Mai 2012 einen Preisanstieg von 1,9 Prozent, der erstmals seit langem wieder die Marke von zwei Prozent unterschritt.
Erheblich an diese Entwicklung gekoppelt sind auch die Energiepreise in Deutschland, für die es ebenfalls Positives zu vermelden gibt. Vor allem der Benzinpreis an den deutschen Zapfsäulen hat sich über die letzten Wochen hinweg stabilisiert, die übliche Preissteigerungswelle zu den Pfingstferien ist ausgeblieben. Dies stellt einen wesentlichen Unterschied zu den vorangegangenen Monaten dar, in denen Energieträger wie Benzin, Diesel und Heizöl zu den wesentlichen Preistreibern der Inflationsrate zählten.
Entwicklungen für Heizöl aktuell auch stabil
Mit dem aktuell konstanten Preis für Heizöl sind vor allem die wirtschaftlichen Entwicklungen im Euroraum verbunden, in der weiterhin die Schuldenkrise ihre Spuren hinterlässt. In vielen Branchen läuft die Produktion aktuell auf etwas gemäßigtem Niveau, da sich im europäischen Raum nicht so viele Abnehmer wie üblich finden. Hierdurch entsteht eine geringere Nachfrage an Energieträgern wie Heizöl, wodurch der Preis leicht abgesunken ist. Unabhängig von der aktuellen Entwicklung sind es gerade die Kosten für Energieträger, die am stärksten Einfluss auf die Inflationsrate nehmen. Durch die stabile Konjunktur und eine entsprechende Lohnentwicklung ist für die mittelferne Zukunft jedoch wieder mit Preisanstiegen in gemäßigter Form zu rechnen.