Während in anderen Nationen der Europäischen Union Staat und Bürger unter erheblichen, konjunkturellen Problemen leiden, konnte die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr des Jahres 2012 sogar Überschüsse in Milliardenhöhe einfahren. Dies geht aus Angaben des statistischen Bundesamtes hervor, die für diese Zeitspanne einen Überschuss von 8,3 Milliarden zu vermelden hatte. Der Grund für die hohen Einnahmen des deutschen Fiskus liegt dabei vorrangig an den guten konjunkturellen Werten, die sich ungeachtet der Eurokrise weiterhin in der Bundesrepublik ergeben und die dem Staat höhere Einnahmen bescheren, als es dieser in der aktuellen Lage erwartet haben dürfte. Überschüsse von mehr als elf Milliarden Euro sind dabei vorrangig durch die Sozialversicherungssysteme erwirtschaftet worden, während Bund, Länder und Gemeinden eher über Defizite im ersten Halbjahr zu klagen hatten.
Exporte weiterhin der Wirtschaftsmotor Deutschlands
Der Export von Waren und Dienstleistungen nimmt seit Jahren in der deutschen Wirtschaft einen enormen Stellenwert ein, auch im ersten Halbjahr 2012 viel der Anstieg um 2,5 Prozent höher als zum gleichen Zeitraum im Vorjahr aus. Auch die Importe nach Deutschland stiegen um 2,1 Prozent und somit nicht ganz so stark wie die Exportquote. Durch aktuelle Erhebungen wie den Ifo-Geschäftsklimaindex dürfte die positive Entwicklung jedoch im zweiten Halbjahr 2012 nicht mehr so weitergehen. Eine leichte Dämpfung der deutschen Konjunktur wird in zahlreichen Branchen erwartet, die dennoch weiterhin erheblich von einer echten Rezession entfernt ist.