Damit Sie sicher sein können, dass Sie genutzte Ökostrom-Produkte in der von Ihnen gewünschten Qualität erhalten, werden diese mit Labels gekennzeichnet.
Sie finden in Deutschland mehrere Kennzeichnungen für Ökostrom. Damit verbunden sind unterschiedliche Definitionen, wodurch Ökostrom eines Lieferanten nicht gleich Ökostrom seines Konkurrenten ist. Sie müssen daher im Einzelfall die dafür vergebenen Ökostrom-Zertifikate betrachten. Einige Zertifikate erkennen beispielsweise Strom aus gasbetriebenen Kraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) als Ökostrom an. KWK gilt zwar als relativ effiziente Form der Energienutzung, bei anderen Ökostromanbietern wird dennoch ausschließlich auf regenerativer Basis erzeugte Energie als Ökostrom anerkannt. Ökostrom-Zertifikate bestimmen einen ökologischen Wert der bewerteten Stromprodukte daher sehr unterschiedlich. Sie werden somit zwischen einzelnen Ökostrom-Zertifikaten erhebliche Unterschiede feststellen. Einige Zertifikate legen besonderen Wert auf einen nachhaltigen Umwelteffekt der Ökostrom-Produkte.
Herstellung und Verkauf von Ökostrom müssen als Ergebnis eine Verschiebung der prozentualen Aufteilung des Energiemixes zugunsten erneuerbarer Energieträger aufweisen.
Manche Zertifikate fordern daher vom Ökostromanbieter, dass Teile der Erlöse in den weiteren Ausbau regenerativer Energien investiert werden. Diese höheren Produktionskapazitäten für Ökostrom erscheinen dann als umweltfreundliche Kraftwerke. Dazu gehören beispielsweise Windkraft-, Photovoltaik-, Kleinwasserkraft- und Biomasse-Anlagen. Längst nicht alle Ökostromanbieter werden durch Zertifikate verpflichtet, in erneuerbare Energien zu investieren. Dadurch wird langfristig kein nachhaltiger Umwelteffekt und keine Erhöhung des Ökostromanteils erreicht.
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Sie können bei der Entscheidung für einen bestimmten Ökostrom-Tarif auf mehrere Zertifikate zugreifen.
Eines davon ist das OK-Power-Label, welches vom Verein Energie-Vision vergeben wird.
Der Verein vergibt das Label mittlerweile für mehr
als 50 Tarife und fast 30 Anbieter.
Beim OK-Power-Label erfolgt die Bewertung nach einem Händler- und einem Fondsmodell.
Beim Händlermodell
ist der Stromanbieter entweder Käufer oder Erzeuger von Ökostrom.
Strom aus KWK-Anlagen darf einen Anteil von 50 Prozent nicht überschreiten.
Beim Fondsmodell bezahlen Sie als Kunde einen Aufpreis. Das zusätzlich eingenommene Geld soll der Anbieter direkt in neue Energiegewinnungsanlagen
investieren. Wenn Sie einen Tarif, zertifiziert mit OK-Power-Label, wählen, können Sie nicht sicher sein, dass der Stromversorger nicht
gleichzeitig auf Kernkraft oder fossile Energieträger setzt. Mit dem Label sind knapp hundert Ökostromprodukte versehen.
Der zertifizierte Stromanbieter investiert über einen Zuschlag einen bestimmten Teil der Kundengelder in Ökokraftwerksanlagen.
Für das Zertifikat GSL-Gold muss das Stromprodukt zu einhundert Prozent aus regenerativen Energiequellen bestehen. Zusätzlich wird verlangt, dass ein Prozent des Stromes solaren Ursprungs ist. Derartige Zertifikate werden nicht gehandelt. Im Gegensatz dazu stehen die handelbaren RECS-Zertifikate, bei denen es möglich ist, konventionell erzeugten Strom legal in Ökostrom zu verwandeln. Sie können gleichfalls TÜV-Zertifikate bei der Ökostromzertifizierung finden, wobei Sie keine einheitlichen Bewertungskriterien feststellen werden.