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Typklassen in der KFZ Versicherung

Die Statistik zeigt immer ein durchschnittliches Risiko an.

Typklassen benutzen die Versicherungsgesellschaften in erster Linie dazu, um die jeweiligen Kraftfahrzeuge in spezielle Risikoklassen einzuteilen und dies bei der Berechnung der Versicherungsbeiträge einfließen zu lassen.

Das Typklassenverzeichnis wird jährlich aktualisiert. Mittlerweile sind in diesem Verzeichnis etwa 25.000 Fahrzeugtypen erfasst. Gesichtspunkte für eine Gruppierung sind neben den unterschiedlichen Fahrzeugmodellen aller Autohersteller auch einzelne Baureihen, die Fahrzeugausstattung und Motorisierung sowie klassifizierbare Sondermodelle.

Die Statistik wird bei der Autoversicherung zu einem wesentlichen Instrument, um Risiken zu bewerten und diese den jeweils betroffenen Versicherten in Rechnung zu stellen. Wer für ein höheres Risiko steht, soll dafür auch aufkommen. Damit werden die Prämien für die Versichertengemeinschaft gerechter. Die Statistik zeigt immer ein durchschnittliches Risiko. Doch lässt sich dieses für Kleinwagen und Luxuswagen genau ermitteln.

Die statistische Auswertung zeigt an, dass Fahrerinnen und Fahrer von Kleinwagen im Gegensatz zu denen von Sportwagen andere Schäden verursachen.

Während bei Kleinfahrzeugen die Haftpflichtschäden im Vordergrund stehen, sind dies bei teuren Autos vor allem die Kaskoschäden. Kaskoschäden entstehen hierbei häufig aufgrund von Diebstahl und Vandalismus. Die Kfz-Versicherung führt Ihr Fahrzeug in je drei Typklassenverzeichnissen (Typklasse für Vollkasko, für Teilkasko und für Haftpflicht).

Allgemein werden in allen Typklassen-Statistiken nur die Schäden berücksichtigt, die Kfz-Versicherungen vorgelegt wurden. Die Statistiken sind also nicht notwendigerweise deckungsgleich mit allen Schäden eines Typs, da nicht unbedingt alle Schäden den Versicherungen gemeldet werden.

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Vor dem Autokauf über die Typklasseneinstufung informieren

Typklassen in der Kfz-Versicherung werden in einem Typklassenverzeichnis erfasst.

Jährlich gibt der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ein neues Typklassenverzeichnis heraus. Sie können sich dieses beschaffen und damit für Ihr Fahrzeug die entsprechende Typklasse feststellen. Alle Versicherungsunternehmen, die in Deutschland auf dem Kfz-Versicherungsmarkt tätig sind, nehmen das Typklassenverzeichnis zur Grundlage ihrer Beitragsberechnung – obwohl es den Versicherungen nicht vorgeschrieben ist. Unterschiedlich ist jedoch die Festlegung eines jeweiligen Beitragsanteils je Typklasse. Dadurch sind die Versicherungsbeiträge je nach Anbieter unterschiedlich. Dennoch gilt der Grundsatz, je höher Ihr Fahrzeug in einer Typklasse angesiedelt wird, desto höher ist die Versicherungsprämie in den einzelnen Sparten der Kfz-Versicherung.

Das Typklassenverzeichnis erstellte der GDV bis zum Jahr 2003 anhand einer statistischen Schadensaufstellung für ein jeweils abgelaufenes Kalenderjahr.

Seitdem wird das Typklassenverzeichnis anhand der Datenauswertung unter Betrachtung der letzten drei Jahre erstellt. Mit dieser neuen Verfahrensweise werden starke Schwankungen vermieden und die Schadensstatistik geglättet. Sie können Ihre Typklasse für das eigene Fahrzeug leicht ermitteln. Sie finden im Fahrzeugschein oder dem Kfz-Brief neben der sogenannten Typ-Schlüssel-Nummer (TSN) die Hersteller-Schlüssel-Nummer (HSN). Anhand dieser beiden Nummern kann Ihr Fahrzeug genau identifiziert und zugeordnet werden. Wenn Sie sich einen Wagen zulegen möchten, können Sie sich im Typklassenverzeichnis über die aktuelle Einstufung informieren. Über die genaue Zusammensetzung und Höhe der Versicherungsprämie entscheiden jedoch auch noch andere Faktoren.

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