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Private Krankenversicherung Ratgeber

Weitere Informationen zur PKV

Die Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung. In Deutschland sollte jeder krankenversichert sein, um im Krankheitsfall die notwendigen Leistungen zu erhalten. Die gesetzliche Krankenversicherung bietet einen Grundstock an Vorsorge und Zahlungen im Krankheitsfall.

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PKV-Existenzgründer Spezial

Was müssen Sie beachten?

Die Kosten einer Krankenversicherung spielen eine große Rolle. Seit im Jahr 2009 die allgemeine Krankenversicherungspflicht in Deutschland eingeführt wurde, muss jeder Bürger entweder in der gesetzlichen oder der privaten Versicherung krankenversichert sein.

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PKV-Beitragsbemessungsgrenze

Vom Gesetzgeber festgelegt

Der Maximalbetrag entspricht der Hälfte des Höchstsatzes der gesetzlichen Krankenversicherung. Eine Beitragsbemessungsgrenze in der privaten Krankenversicherung gibt es nicht gleicher Weise, dennoch wirkt sich diese Grenze in der privaten Krankenversicherung aus. Eine wichtige Rolle spielt sie beim im Jahr 2009 eingeführten Basistarif.

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Infos zur privaten Krankenversicherung

Private Krankenversicherung - Vergleich

Optimaler Gesundheitsschutz und flexible Leistungsmodelle
private Krankenversicherung Familie© goodluz - fotolia.com

Jeder möchte für sich und seine Familie die optimale Gesundheits- und Unfallversorgung. Oft lohnt sich dabei der Blick auf die privaten Krankenversicherungen. Im Gegensatz zu gesetzlichen Varianten können Sie bei privaten Anbietern die Leistungspakete flexibel und individuell auf Ihre Ansprüche zuschneiden. Zu den Vorteilen gehören beispielsweise die freie Arzt- und Krankenhauswahl, eine bessere Unterbringung in Krankenhäusern, umfassendere Diagnostik und Vorsorge oder die Erstattung von Heilpraktikerkosten.

Selbst wenn Sie gesetzlich versichert bleiben möchten oder müssen, ist in vielen Fällen der Abschluss einer privaten Zusatzversicherung eine Alternative.

Vielfältige Leistungspakete entsprechend der persönlichen Ansprüche

Die Leistungen in den jeweiligen Tarifen der privaten Krankenversicherungen sind vielfältig und variieren in Struktur und Preis. Wichtig für Sie ist daher, sich vorab genau zu überlegen, welche Ansprüche Sie an Ihre Krankenversicherung haben, und welche Leistungen Sie nutzen möchten. Bei der PKV haben Sie dabei insbesondere auch die Möglichkeit, für das Alter umfassende Vorsorgevorkehrungen zu treffen.

Auch nach dem Eintritt in die PKV können Leistungen nachträglich an Ihre Wünsche angepasst werden, allerdings kann die PKV in diesem Fall eine Gesundheitsprüfung verlangen und etwaige Zusatzleistungen verweigern, wenn bereits eine Vorerkrankung besteht. Es ist daher ratsam, schon beim Eintritt einen Tarif mit all den Leistungen zu wählen, die für Sie in den kommenden Jahrzehnten wichtig werden könnten. Einmal vertraglich vereinbarte Leistungen dürfen im Nachhinein seitens einer privaten Krankenversicherung nicht gekürzt werden.

Vorteile von privaten Krankenversicherungen

Ambulant*
  • Freie Arztwahl und Facharztwahl
  • Oft schnelle Terminvergabe und kürzere Wartezeiten, auch bei Fachärzten
  • Volle Erstattung verordneter Medikamente, Impfungen und Hilfsmittel
  • Erstattung von ärztlich verordneten Heilbädern, Massagen, Inhalationen, Wärme- oder Lichtbehandlungen
  • Erstattung von Heilpraktikerleistungen
  • Umfassende Vorsorge
  • Umfassende Leistungen für Kieferorthopädie und Zahnersatz
  • Leistungen für Seh- und Gehilfen, Hör- und Sprechgeräte
Stationär*
  • Freie Wahl des Krankenhauses
  • Bessere Unterbringung im Krankenhaus – oft auch Einzelzimmer
  • Anspruch auf Betreuung durch Chefärzte
  • Keine Zuzahlung bei stationärer Behandlung
Allgemein*
  • Leistungen im europäischen und nichteuropäischen Ausland und Kostenübernahme eines Krankenrücktransports
  • Option der Beitragsrückerstattung, wenn in einem bestimmten Zeitraum keine Leistungen in Anspruch genommen wurden
  • Anpassung des Leistungspakets an die Bedürfnisse der oder des Versicherten
*Einzelne Leistungen variieren je nach Tarif und Anbieter

Für wen sich ein Wechsel lohnen kann

PKV gegen GKV
Infografik PKV vs. GKV: Zum Vergrößern auf die Grafik klicken.
  • Beamtinnen und Beamte
  • Gutverdienerinnen und Gutverdiener
  • Junge, gesunde und alleinstehende Menschen
  • Personen, die sich viel im Ausland aufhalten
  • Studentinnen und Studenten
Ob der Wechsel in eine PKV sinnvoll ist, hängt von Ihren persönlichen Lebensumständen ab.

Insbesondere für Beamtinnen und Beamte ist der Eintritt naheliegend: Derart Beschäftigte sind beihilfeberechtigt, das heißt, der Arbeitgeber übernimmt für sie und ihre nicht berufstätige Familienangehörige zwischen 50 % und 80 % der PKV-Heilkosten. Dementsprechend zahlen privat krankenversicherte Beamtinnen und Beamte für sich und ihre nicht berufstätigen Familienangehörigen nur eine Restkostenversicherung oder Teilversicherung. Bleiben Verbeamtete freiwillig in der GKV, erhalten sie vom Arbeitgeber keinen Krankenversicherungszuschuss, lediglich der Pflegeversicherungssatz wird anteilig übernommen. Das Gleiche gilt für Beamtenanwärterinnen und Beamtenanwärter, Berufsrichterinnen und Berufsrichter, Soldatinnen und Soldaten und deren Familienangehörige.

Allgemein gilt: Je jünger und gesünder die Versicherungsnehmerin oder der Versicherungsnehmer, desto niedriger die monatlichen PKV-Beiträge – auch für Leistungen, die weit über die einer GKV hinausgehen. Für alleinstehende, kinderlose Gutverdienerinnen und Gutverdiener ist der Beitritt zur PKV ebenfalls eine lohnenswerte Alternative: Der monatliche PKV-Beitrag wird entsprechend des vereinbarten Leistungspakets erhoben, er ist gehaltsunabhängig – im Gegensatz zu dem der gesetzlichen Krankenversicherungen. Im Unterschied zu gesetzlichen Krankenkassen können dabei privat versicherte Mitglieder ihre Angehörigen nicht kostenfrei mitversichern. Einige private Anbieter bieten allerdings verschiedenartig gestaltete Familientarife an.

Halten Sie sich viel im Ausland auf, könnte ein Wechsel für Sie relevant sein: PKV-Mitglieder haben außerhalb ihres Heimatlandes je nach Tarif meist optimalen Versicherungsschutz, in gesetzlichen Krankenversicherungen hingegen greift dieser oft auch bei kurzen Dienst- und Urlaubsreisen nicht.

Für Studentinnen und Studenten gibt es ebenfalls besondere PKV-Tarife. Diese fallen je nach Anbieter sehr unterschiedlich aus, sind aber in der Regel günstiger als reguläre Tarife privater Versicherungsunternehmen. Ob sich der Wechsel lohnt, muss im Einzelfall entschieden werden.

Kostenfreier Wechsel zur PKV
Wer ist berechtigt?
  • Beamtinnen und Beamte – 50 % bis 80 % der PKV-Heilkosten werden vom Arbeitgeber getragen – auch für deren nicht-selbstständige Angehörige
  • Selbstständig Tätige
  • Freiberuflich Tätige
  • Individuen mit einem Brutto-Einkommen von mehr als 54.900 € im Jahr 2015
  • Studentinnen und Studenten, wenn sie den Wechsel innerhalb der ersten drei Studienmonate beantragen oder mindestens 30 Jahre alt sind
private Krankenversicherung Vergleich© cirquedesprit - fotolia.com

Ein Wechsel zur PKV ist für Sie in der Regel kostenfrei und dann möglich, wenn bei Ihnen keine Versicherungspflicht in einer GKV besteht. Dies gilt, wenn Sie verbeamtet, selbstständig oder freiberuflich beschäftigt sind. Liegt Ihr Jahreseinkommen 2015 bei mehr als 54.900 € brutto, können Sie ebenfalls einer PKV beitreten. Auch Studentinnen und Studenten können sich für die Dauer ihres Studiums privat versichern, wenn sie dies innerhalb der ersten drei Monate nach Studienbeginn beantragen oder mindestens 30 Jahre alt sind. Versicherungsanbieter bieten oft besondere Studententarife an, die je nach Einkommenshöhe und persönlichen Umständen für Studierende relevant sein könnten.

Ist ein Wechsel zur PKV für Sie ausgeschlossen, können Sie bei Bedarf eine private Zusatzversicherung abschließen, um so Sonderleistungen privater Krankenversicherungen zu erhalten – etwa für Pflegekosten, zahnärztliche Behandlungen oder Versorgungsschutz im Ausland.

Kostenabrechnung und Beitragsrückerstattung

Prämien optimal nutzen
private Krankenversicherung Finanzen© Eisenhans - fotolia.com

PKV-Mitglieder können Allgemeinmediziner und Fachärzte frei wählen und bekommen von diesen die Rechnungen direkt zugeschickt. Die Rechnungen beziehungsweise Zahlungsbelege legt die Versicherungsnehmerin oder der Versicherungsnehmer der Krankenversicherung vor – ebenso wie die Belege über eingelöste Rezepte. Die PKV erstattet anschließend die Kosten – je nach Tarif im vollen Umfang. Handelt es sich bei der Heilleistung um einen Krankenhausaufenthalt, werden anfallende Rechnungen in der Regel direkt von der PKV beglichen.

Im Unterschied zur GKV gibt es bei privaten Versicherungsunternehmen auch die Option der Beitragsrückerstattung, falls in einem gewissen Zeitraum keine Leistungen in Anspruch genommen wurden. Das heißt, Versicherungsnehmerinnen und Versicherungsnehmer bekommen gegebenenfalls einen Teil der eingezahlten, monatlichen Prämien zurück. Je nach Höhe dieses Rückerstattungsbetrags lohnt es sich zuweilen, einzelne, besonders günstige Heilkosten selber zu tragen – wenn denn der Rückerstattungsbetrag für den bemessenen Zeitraum höher ist als die Rechnungen selbst.

Private Krankenversicherung im Angestelltenverhältnis

Das zahlt der Arbeitgeber

Auch in einem Angestelltenverhältnis ohne Beihilfeberechtigung zahlt Ihr Arbeitgeber Ihnen die Hälfte der Zuschüsse zur privaten Krankenversicherung – bis zu einem bestimmten Höchstbetrag, der dem der GKV entspricht. An der Pflegeversicherung beteiligt sich der Arbeitgeber ebenso. Insbesondere für Personen, die ein hohes Gehalt beziehen, ergeben sich dadurch Vorteile, denn die private Versicherungsprämie richtet sich auch bei steigendem Gehalt nicht nach der Höhe des Einkommens.

Gesetzlich Versicherten hingegen wird stets ein proportional gleichbleibender Prozentsatz von ihrem Gehalt abgezogen und an die GKV überführt – unabhängig davon, wie hoch dieses Gehalt ist. Seit dem 1. Januar 2015 liegt dieser Prozentsatz bei 14,6 % - Arbeitnehmerin beziehungsweise Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen davon je 7,3 % des Brutteoeinkommens. Hinzu kommt seit 2015 außerdem ein von den Kassen erhobender, einkommensabhängiger Zusatzbetrag, dessen Höhe meist 0,9 % beträgt.

So errechnen sich Ihre monatlichen Beiträge

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Im Unterschied zu den gesetzlichen Krankenkassen werden die monatlichen Beiträge nicht prozentual anhand des monatlichen Gehalts berechnet, sondern anhand der persönlichen Voraussetzungen der Versicherungsnehmer bei Versicherungsbeginn. Neue Mitglieder werden entsprechend ihres Alters und Gesundheitszustandes eingestuft. Dabei gilt: Je jünger und gesünder Sie sind, desto niedriger fallen in der Regel Ihre monatlichen Prämien aus.

Laut einem Urteil Europäischen Gerichtshofs müssen dabei seit Beginn des Jahres 2013 aufgrund der Geschlechtergleichstellung Unisex-Tarife angeboten werden. Vorab lagen Prämien für Frauen oft vergleichsweise höher, da Sie eine statistisch längere Lebenserwartung haben die Heilkosten während und nach einer Schwangerschaft oft hoch sein können.

Private Krankenversicherungsunternehmen operieren nach dem Alterungsrückstellungs-Modell, das vermeiden soll, dass sich die Beiträge für Versicherte mit zunehmendem Alter entsprechend der meist verstärkten Leistungsinanspruchnahme unproportioniert erhöhen. Die Beiträge werden geglättet, indem bereits jüngere Versicherungsnehmer höhere Beträge zahlen, so dass die Prämien such über einen langen Zeitraum konstant bleiben können.

Die Beitragserhebungen werden dabei maßgeblich durch die Vorschriften des Versicherungs-Aufsichtsgesetzes (VAG) reguliert. Werden Beiträge erhöht, so werden dabei die Alterungsrückstellungen angerechnet. Eine Erhöhung der Beiträge oder Minderung der Leistung allein auf Basis des Älterwerdens der oder des Versicherten ist somit rechtlich nicht möglich.

Die Beitragshöhe einer privaten Krankenversicherung richtet sich dabei natürlich auch nach Ihren individuellen Wünschen. Also danach, welchen der zahlreichen, flexiblen Tarife Sie für sich wählen und welche Leistungen Sie beanspruchen.

Mit unserem PKV-Vergleich finden Sie den besten Tarif

Kostenfrei, übersichtlich und eine Hilfestellung bei Ihrer Entscheidung – mit unserem privaten Krankenversicherungs-Vergleich finden Sie unter den vielen Angeboten und Tarifen das optimale Leistungspaket entsprechend Ihrer Lebensumstände und Wünsche. PVK sind wirtschaftliche Unternehmen. Sie stehen miteinander in Konkurrenz und haben nicht wie die gesetzlichen Krankenkassen bestimmte Vorgaben zu Leistung und Tarifbildung zu erfüllen. Dementsprechend unterscheiden sich auch die Angebote der einzelnen Versicherungen. Einige Unternehmen bieten beispielsweise besondere Leistungspakete für Familien oder Studenten/Studentinnen.

private Krankenversicherung Ehepaar© pressmaster - fotolia.com

Nicht immer ist dabei der billigste Tarif auch der beste – insbesondere langfristig betrachtet. Je mehr Leistungen Sie schon frühzeitig in Ihren Tarif einbinden, desto mehr Vorteile haben Sie im Alter – auch im Falle später diagnostizierter, ernsthafter Erkrankungen. Einige sehr günstige PKV-Tarife sind dabei etwa nicht deckungsgleich mit denen der GKV. So beinhalten beispielsweise nicht alle billigen Angebote bestimmter Anbieter die Erstattung von Therapiekosten oder Heilkuren, die etwa von gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen werden.

Auch für Menschen mit heilkostenintensiven Erkrankungen lohnt sich ein Vergleich, da unterschiedliche PKV in diesen Fällen ebenfalls unterschiedliche Beiträge und Risikozuschläge errechnen.


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Unabhängig davon, wie Ihre persönlichen Lebensumstände aussehen – mit unserem kostenlosen Vergleich finden Sie den Tarif und die Krankenversicherung, die Ihren Leistungsansprüchen entsprechen.

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Umgehung etwaiger Wartezeiten

Möchten Sie wechseln, ist es wichtig, sich über etwaige Wartezeiten zu informieren. Bei diesen handelt es sich um festgelegte Zeitspannen zu Beginn des Versicherungsverhältnisses, in denen noch kein Anspruch auf Leistungen besteht. Private Anbieter wollen so verhindern, dass gleich zu Vertragsbeginn kostenintensive Heilmaßnahmen in Anspruch genommen werden. Die allgemeine Wartezeit beträgt drei Monate – haben Sie binnen dieser Zeit jedoch einen Unfall, werden entsprechende Leistungen von der PKV übernommen. Eine besondere Wartezeit gilt für Leistungen wie zahnärztliche und kieferorthopädische Behandlungen, Psychotherapie oder Entbindungen. Diese Spanne ist in der Regel mit acht Monaten bemessen.

Allgemein gilt:

Um sicherzugehen, dass Sie zu allen Zeiten Versicherungs- schutz haben, sollte die bisherige Krankenversicherung erst gekündigt werden, wenn Sie von einem anderen Unternehmen angenommen wurden! Jetzt zum Vergleich »

Man unterscheidet so zwischen technischem, formellen und materiellen Beginn des Versicherungsverhältnisses. Der technische Beginn markiert den Anfang der Vertragslaufzeit, ab dem Prämien gezahlt werden müssen. Die Unterzeichnung des Vertrages ist der rechtlich bindende, formelle Beginn. Heilkostenerstattungen erfolgen allerdings erst mit dem materiellen Beginn.

Wartezeiten können unter bestimmten Voraussetzungen umgangen werden – wenn Sie etwa nachweisen können, dass Sie mehr als acht Monate bei einem Anbieter vollversichert waren, kann bei einem nahtlosen Übergang unter Umständen die dortige Versicherungszeit auf die Wartezeit angerechnet werden. Liegt ein aktuelles Gesundheitszeugnis vor oder unterzieht man sich einer Gesundheitsprüfung – deren Kosten man in der Regel selber tragen muss – können die Wartezeiten ebenfalls im Einzelfall umgangen werden. Wichtig ist, sich über die Wartezeiten der einzelnen privaten Anbieter zu informieren, da deren diesbezügliche Geschäftsbedingungen variieren können.

PKV und private Pflege-Pflichtversicherung

Ihr Arbeitgeber zahlt Zuschüsse

Sind Sie privat krankenversichert, gehören Sie der privaten Pflege-Pflichtversicherung an. Sind Sie angestellt, übernimmt der Arbeitgeber einen Teil der Kosten. Der Beitrag wird anhand der persönlichen Gegebenheiten bei Versicherungsbeginn bestimmt – je älter ein neues Mitglied ist, desto höher ist dementsprechend auch der Betrag. Allerdings gibt es hier andere gesetzliche Bestimmungen als bei der Berechnung der monatlichen privaten Krankenkassenbeiträge: Bereits pflegebedürftige Individuen dürfen nicht ausgeschlossen werden, und Kinder müssen beitragsfrei mitversichert werden.

Die private Pflegeversicherung wurde am 1. Januar 1995 eingeführt. In der Beitragserhebung gibt es dabei Unterschiede zwischen Personen, die seit und erst nach diesem Datum einer privaten Pflegeversicherung angehören. Besteht eine diesbezügliche Mitgliedschaft ununterbrochen seit dem Einführungstermin, ist der Beitrag auf den Höchstbetrag der sozialen Pflegeversicherung begrenzt; ist die Ehepartnerin oder der Ehepartner geringfügig beschäftigt oder ohne Einkommen, darf der Betrag für beide Partner nicht mehr als 150 % des Höchstbetrags der sozialen Pflegeversicherung betragen. Sind Sie erst später beigetreten, so gibt es für Ehepartnerinnen und Ehepartner keine Vergünstigungen, allerdings darf nach einer fünfjährigen Mitgliedschaft der Beitrag nicht mehr betragen als der Höchstbetrag der sozialen Pflegeversicherung.

Versicherung der ganzen Familie

Kinder in der PKV
private Krankenversicherung KInder© WavebreakMediaMicro - fotolia.com

PK-Versicherte können Familienangehörige nicht kostenlos mitversichern, für jedes Mitglied fällt ein gesonderter Betrag an. Einige Unternehmen bieten dabei besondere Familientarife an. Angehörige von Beamten und Beamtinnen erhalten entsprechend der Beihilfeverordnung zudem Heilkosten- zuschläge zwischen 50 % und 80 %. Auch hier lohnt sich also ein Vergleich mit unserem PKV-Rechner.

Für Kinder gelten dabei ebenfalls Aufnahmekriterien: Sind Erziehungsberechtigte verbeamtet, kann auch das Kind privat versichert werden. Ist das besserverdienende Elternteil privat versichert, und sind die Eltern nicht geschieden, muss das Kind sogar privat versichert werden. War das besserverdienende Elternteil drei Monate vor Geburt des Kindes privat versichert, kann dabei auch das Kind ohne Gesundheitsprüfung privat versichert werden. Es muss jedoch binnen zwei Monate nach seiner Geburt bei der PKV angemeldet werden.

Die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern in der privaten Pflegeversicherung ist gesetzlich vorgegeben.

Privatversichern während der Schwangerschaft

Es ist empfehlenswert, sich bereits vor Bestehen einer Schwangerschaft privat zu versichern. Ist eine neue Versicherungsnehmerin schwanger, kann die PKV besondere, im Tarif vereinbarte Leistungen entsprechend der Wartezeiten ausklammern. Dies liegt daran, dass Schwangere in Unterschied zu anderen Versicherungsnehmern besondere ärztliche Betreuung benötigen und im Einzelfall Komplikationen auftreten können. Die einzelnen PKV haben dabei unterschiedliche Angebote und Richtlinien. Zu beachten ist auch, dass Sie in dem Zeitraum, in dem Sie gegebenenfalls Elterngeld beziehen, weiterhin PKV-Beiträge abführen müssen.

Prognose - das Gesundheitswesen in Zukunft

Mehrausgaben und etwaige Auswirkungen auf private und gesetzliche Versicherungen

Aufgrund des demographischen Wandels der Gesellschaft – also durch die zunehmende Alterung der Gesellschaft und damit verbundene Mehrausgaben an Heilmitteln und Personal steigen allgemein die Kosten des Gesundheitswesens. Durch medizinische Neuerungen und höhere Löhne für Ärzte ergeben sich weitere Verteuerungen. Diese schlagen sich in den Beiträgen gesetzlicher und privater Krankenversicherungen nieder. Auch die Leistungsangebote wandeln sich entsprechend. Durch das Versicherungs-Aufsichtsgesetz (VAG) sind private Unternehmen im Gegensatz zu GKV jedoch dazu verpflichtet, einmal vertraglich festgelegte Leistungsvorgaben einzuhalten, sie dürfen nicht gekürzt oder verändert werden. GKV-Leistungen können hingegen durch Gesetzesänderungen neu bestimmt werden.

Statistik Gesundheitsversorgung Bürger
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Statistik Gesundheitsversorgung Ärzte
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Statistik Gesundheitsversorgung Bürger und Ärzte
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Private und gesetzliche Krankenversicherungen erheben ihre Beiträge aufgrund unterschiedlicher Prinzipien

Private Anbieter kalkulieren ihre Tarife entsprechend des individuellen Gesundheitsrisikos der Versicherungsnehmerin oder des Versicherungsnehmers. Diese Tarife beinhalten bereits die Alterungsrückstellungen. PKV sind zudem nicht in allen Fällen gesetzlich verpflichtet, neue Kunden anzunehmen.

In der gesetzlichen Krankenversicherung ist der zu zahlende Beitrag durch die Höhe des Gehalts vorgegeben. Die Beitragseinnahmen finanzieren dabei die Gesundheitsausgaben. Die Mehrkosten für Leistungen werden auf alle Versicherten verteilt, es handelt sich hierbei also um ein Umlageverfahren. Sind bisherige Standards trotz staatlicher Zuschüsse nicht zu halten, können per Gesetzesbeschluss die Policen geändert werden.

Im März 2015 wurde etwa in einer ersten Lesung des Bundestags das Versorgungsstärkungsgesetz debattiert: Dieses soll unter anderem den zunehmenden Ärztemangel in ländlichen Regionen und die damit verbundenen langen Wartezeiten insbesondere für GKV-Versicherte verbessern. Der Gesetzesentwurf sieht diesbezüglich vor, dass der Gesetzgeber verstärkten Einfluss darauf hat, wo sich Ärzte in Zukunft niederlassen dürfen; auch soll die ambulante Versorgung im Bedarfsfall von Krankenhäusern und Hochschulambulanzen übernommen werden. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KVB) befürchtet jedoch, dass dies zu einer Zentralisierung, Anonymisierung und Verschlechterung des Ärztewesens führen könnte.

Unterschiede zwischen privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen

PKV GKV
Privatrechtliches Unternehmen Körperschaft des öffentlichen Rechts
Kontrolliert durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und die Länderaufsichtsbehörden Kontrolliert durch die Länder und das Bundesversicherungsamt
Leistungspakete können flexibel auf die individuellen Ansprüche von Versicherungsnehmern zugeschnitten werden. Die Leistungen sind gesetzlich vorgegeben, bei den Leistungsangeboten einzelner Kassen gibt es wenig Variation.
Einmal vertraglich vereinbarte Leistungen dürfen nachträglich durch den Anbieter nicht gekürzt werden. Leistungsansprüche können durch neue Gesetzgebungen verändert werden.
Die Beitragsbemessung ist gehaltsunabhängig. Sie richtet sich nach dem individuellem Krankheitsrisiko, Alter und Gesundheitszustand der einzelnen Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss, außerdem nach dem gewünschten Leistungsumfang. Der Beitragssatz beträgt seit dem 1.Januar 2015 14,6 % des Bruttoeinkommens – Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen davon je 7,3 %. Seit 2015 kommt ein einkommensabhängiger Zusatzbetrag dazu, dessen Höhe von den einzelnen GKV bestimmt wird.
Um zu vermeiden, dass die Beiträge mit zunehmenden Alter entsprechend der meist höheren Leistungsinanspruchnahme wachsen, werden die Beträge geglättet. Bereits jüngere Versicherte zahlen höhere Prämien, aus denen sich dann Alterungsrückstellungen ergeben. Die Beitragseinnahmen finanzieren die Ausgaben. Steigende Mehrkosten für Leistungen werden bei der Berücksichtigung der Gehaltshöhe auf alle Versicherungsnehmerinnen und Versicherungsnehmer verteilt. Es handelt sich hierbei also um ein Umlageverfahren.
Beamtinnen und Beamte können Kinder über die Beilhilfeverordnung mitversichern – übernommen werden zwischen 50 % und 80 % der Kosten. Kinder können nicht beitragsfrei mitversichert werden. Kinder sind bis zu einem bestimmten Alter beitragsfrei mitversichert.
In bestimmten Fällen können Ehepartnerinnen und Ehepartner über Beihilfe mitversichert werden. Eine beitragsfreie Mitversicherung ist nicht möglich. Ehepartnerinnen und Ehepartner ohne oder mit geringfügigen Einkommen sind beitragsfrei mitversichert.
Leistungen erfolgen entsprechend des Kostenerstattungsprinzips. Rechnungen werden direkt an die Versicherten geschickt. Diese legen die Zahlungs- und Rezeptbelege bei ihrer Versicherung vor und erhalten die entsprechenden Beträge ausgezahlt. Die Wahl des (Fach-)Arztes ist dabei freigestellt. Bei Krankenhausaufenthalten erfolgt die Abrechnung in der Regel direkt zwischen Krankenversicherung und Krankenhaus. Leistungen erfolgen bei Vorlage der Krankenkassenkarte entsprechend des Sachleistungsprinzips. Je nach Art der medizinischen Versorgung müssen Versicherungsnehmerinnen und Versicherungsnehmer zuweilen selber einen Teil der Kosten übernehmen. In Anspruch genommen werden können Ärzte mit Kassenzulassung.
Circa 8,95 Millionen Versicherte im Jahr 2014 (Quelle Statista) Circa 52,67 Millionen Mitglieder plus 17,32 Millionen beitragsfrei Versicherte im Jahr 2014 (Quelle Statista)

FAQ zur privaten Krankenversicherung

Von Verbrauchern häufig gestellte Fragen

Die Vorteile sind vielfältig. Im Einzelnen unterscheiden sich die Leistungspakete je nach Anbieter und dem von Ihnen gewählten Tarif. Dazu kann gehören: Umfassende Vorsorge bei freier (Fach-)Arztwahl, schnelle Terminvergabe und die volle Erstattung ärztlich verordneter Medikamente und Hilfsmittel. Außerdem Leistungen für Heilpraktiker, ärztlich verordnete Heilbäder, Lichtbehandlungen, Massagen, Geh-, Seh- oder Hörhilfen oder für für kieferorthopädische und zahnmedizinische Behandlungen. Je nach Tarif ist die Krankenhauswahl und Unterbringung frei und Sie müssen zur stationären Behandlung nichts dazuzahlen. Auch gibt es die Möglichkeit der Beitragsrückerstattung: Haben privat Versicherte in einem bestimmten Zeitraum keine Leistungen in Anspruch genommen, wird ihnen ein bestimmter Teil des eingezahlten Beitrags zurückgezahlt.

Wechseln können Beamtinnen und Beamte – 50 % bis 80 % der Heilkosten für sie ihre nicht-selbstständigen Angehörigen werden dabei vom Arbeitgeber übernommen. Ebenfalls berechtigt sind selbstständig und freiberuflich Tätige, sowie Individuen mit einem Brutto-Einkommen von mehr als 54.900 € im Jahr 2015. Studentinnen und Studenten können für die Dauer ihres Studiums einer privaten Krankenversicherung beitreten, wenn Sie mindestens 30 Jahre alt sind oder dies innerhalb der ersten drei Studienmonate beantragen.

Besteht bei Ihnen Versicherungspflicht in einer gesetzlichen Krankenkasse, können Sie bei Bedarf ein private Zusatzversicherung abschließen, um so Sonderleistungen privater Krankenversicherungen zu erhalten – etwa für Pflegekosten, zahnärztliche Behandlungen oder Versorgungsschutz außerhalb der Bundesrepublik.

Private Unternehmen berechnen die monatlichen Beiträge nicht prozentual anhand des Gehalts, sondern anhand der persönlichen Voraussetzungen von Versicherungsnehmerinnen und Versicherungsnehmern bei Versicherungsbeginn. Neue Mitglieder werden entsprechend ihres Alters und Gesundheitszustandes eingestuft.

Damit Versicherte mit zunehmendem Alter aufgrund der wahrscheinlichen Mehrnutzung von Leistungen nicht exorbitante Summen zahlen müssen, werden altersbedingte Erwartungswerte gestreut. So zahlen jüngere Versicherungsnehmerinnen und Versicherungsnehmer einen höheren Beitrag, um die Mehrkosten auszugleichen, die sie selber ihrer privaten Krankenversicherung im Alter eventuell abverlangen werden. Auf diese Weise bilden sich Alterungsrückstellungen, und die monatlichen Prämien können über einen längeren Zeitraum konstant bleiben.

Die Beitragserhebungen unterliegen dabei den Bestimmungen des Versicherungs-Aufsichtsgesetzes (VAG). Werden Beiträge erhöht, so werden dabei die Alterungsrückstellungen angerechnet. Eine Erhöhung der Beiträge oder Minderung der Leistung allein auf Basis des Älterwerdens einer oder eines Versicherten ist somit rechtlich nicht möglich.

Die Beitragshöhe einer privaten Krankenversicherung richtet sich dabei natürlich auch nach Ihren individuellen Wünschen und dem von Ihnen gewählten Leistungspaket.

Auch wenn Sie als Angstellte oder Angestellter nicht beihilfeberechtigt sind, zahlt Ihnen Ihr Arbeitgeber die Hälfte der Kosten Ihrer privaten Krankenversicherung bis zu einem bestimmten Höchstbetrag, der dem der GKV entspricht. Auch an der privaten Pflege-Pflichtversicherung beteiligt sich Ihr Arbeitgeber.

Die Beihilfe ist ein besonderes Versorgungsmodell für Beamtinnen und Beamte, Beamtenanwärterinnen und Beamtenanwärter, Berufsrichterinnen und Berufsrichter, Soldatinnen und Soldaten und bindet deren nicht berufstätige Familienangehörige mit ein – dazu gehören Ehepartnerinnen, Ehepartner und Kinder. Der Dienstgeber ist demnach verpflichtet, im Fall von Geburt, Krankheit, Berufsunfähigkeit und Tod zwischen 50 % und 80 % der sogenannten Beihilfe zu stellen. Die Beihilfeverordnungen unterscheiden sich in den einzelnen Bundesländern und unterliegen häufigen Änderungen. Es lohnt sich deswegen für Beihilfeberechtigte, die aktuellen Bestimmungen für das relevante Bundesland zu konsultieren.

Eine Anwartschaft ist der gesetzlich bestimmte, zukünftige Anspruch auf einmalige oder wiederkehrende Versicherungsleistungen. Bezogen auf private Krankenversicherungen ist ein Anwartschaftsvertrag möglich, wenn eine Versicherungsnehmerin oder ein Versicherungsnehmer das Versicherungsverhältnis für eine bestimmte Zeit ruhen lassen will – zum Beispiel bei einem längeren Aufenthalt im Ausland, während dem eine andere Versicherung genutzt wird. Während der Anwartschaftsperiode wird durch die Versicherten nur ein niedriger Versicherungsbetrag gezahlt, um später den Vertrag zu den alten Konditionen wieder aufzunehmen. Diese Konditionen gelten auch dann, wenn sich der Gesundheitszustand bei der Wiederaufnahme verschlechtert hat.

Da private Krankenversicherungen miteinander im Wettbewerb stehen und häufig sehr unterschiedliche Leistungskataloge anbieten, kann ein Wechsel manchmal von Vorteil sein.

Dies gilt insbesondere für Versicherungsnehmerinnen oder Versicherungsnehmer, die frühestens am 1. Januar 2009 einer privaten Krankenversicherung beigetreten sind. Sie haben die Option, angesparte Alterungsrückstellungen zu einem anderen privaten Anbieter mitzunehmen – maximal bis zur Höhe des Basistarifs. Bei einem Wechsel würden Sie folglich nicht anhand Ihres aktuellen Eintrittsalters und gesundheitlichen Zustandes eingestuft, sondern entsprechend der Eintrittsvoraussetzungen zum Zeitpunkt des erstmaligen Eintritts in eine PKV. Ihre einstige private Krankenversicherung ist zur Herausgabe der Alterungsrückstellungen in Höhe des Basistarifs verpflichtet. Es besteht allerdings für private Anbieter in diesem Fall kein Kontrahierungszwang – das heißt, sie sind nicht dazu verpflichtet, Versicherte anderer PKV anzunehmen. Auch hier unterscheiden sich die einzelnen privaten Krankenversicherungen in ihren Policen – und ein Vergleich mit unserem Rechner lohnt sich.

Der Basistarif richtet sich nach den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Der Beitrag darf nicht höher sein als der äquivalente Höchstbetrag der gesetzlichen Krankenkassen und liegt ab dem 1. Januar 2015 bei etwa 639 € monatlich.

Versicherungsnehmerinnen und Versicherungsnehmer, die ab dem 1. Januar 2009 einer privaten Krankenversicherung beigetreten sind, haben die Option, in den Basistarif zu wechseln. Auch können sie ihre angesparten Alterungsrückstellungen in der Höhe des Basistarifs zu einer anderen privaten Krankenversicherung mitnehmen. Personen, die schon vor dem 1. Januar privat 2009 versichert waren und ihr 55. Lebensjahr abgeschlossen haben, können in bestimmten finanziellen Notlagen entsprechend der Sozialgesetzgebung bei ihrer privaten Krankenkasse ebenfalls eine Umstufung in den Basistarif verlangen.

Vor der Einführung des Basistarifs gab es ab 1994 den Standardtarif. Die Leistungen sind ähnlich denen in einer gesetzlichen Krankenversicherung. Ein Wechsel in den, für die privaten Krankenversicherungen brancheneinheitlichen Standardtarif, ist nur möglich, wenn der Vertrag vor dem 1. Januar 2009 abgeschlossen wurde. Haben – meist ältere – Versicherte Probleme bei der Erwirtschaftung ihrer Prämie, so können sie unter bestimmten Voraussetzungen in den Standardtarif wechseln – allerdings nur innerhalb ihrer eigenen PVK. Die Betragshöhe des verhältnismäßig günstigeren Basistarifs ist wiederum abhängig von dem bisherigen Versicherungszeitraum und dem Alter der oder des Versicherten, darf aber für Individuen und Ehepartnerinnen und Ehepartner jeweils nicht mehr als 150 % des entsprechenden Höchstbetrags gesetzlicher Krankenkassen überschreiten.

Auch im Basistarif und Standardtarif gibt es dabei die unter Umständen die Option der Beitragsrückerstattung, falls innerhalb eines bestimmten Zeitraums keine Leistungen in Anspruch genommen wurden.

Als privatwirtschaftliche Unternehmen unterscheiden sich die einzelnen PKV jeweils in Service, Angebot, Tarifkalkulation und der Höhe der jeweiligen Rücklagen. Auch bei dem der Pool der Versicherten gibt es zwischen den einzelnen PKV demographische Unterschiede. Somit variiert das Verhältnis von Ausgaben zu Einnahmen bei einzelnen Anbietern – sowohl langfristig als auch kurzfristig betrachtet. Stabile, gute Preise erzielen so insbesondere PKV mit größeren Rücklagen und realistischer Tarifkalkulation.

Relevant sind dabei natürlich auch die persönlichen Leistungsansprüche, die Versicherungsnehmer haben. So haben die einzelnen Anbieter unterschiedliche Angebotspaletten, einige von ihnen bieten beispielsweise besondere Familientarife oder Studententarife an.