Britische Lebensversicherer müssen keine Mindestrendite, wie in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben, garantieren.
Dies eröffnet ihnen mehr Möglichkeiten, um Investitionen auf lange Sicht am lukrativeren Aktienmarkt durchzuführen. Damit britische Lebensversicherungsunternehmen am deutschen Markt erfolgreich sein können, bieten sie oftmals einen gewissen Kapitalerhalt des eingezahlten Geldes an. Der Kunde kann sich für eine von mehreren Varianten entscheiden.
In der Geldanlage gilt, dass eine höhere Renditechance auch mehr Risiken bedeuten. Versicherer bieten unter anderem in der Ansparphase Teilauszahlungen und gleichfalls in der Auszahlungsphase eine Einmalauszahlung, lebenslange Rente oder Teilauszahlungen an.
Die Renditeentwicklung der englischen Lebensversicherungen sollte auch zukünftig über der der deutschen Lebensversicherer liegen. Aktien wird auf lange Sicht eine tendenziell bessere Rendite zugeschrieben als festverzinslichen Wertpapieren.
Es wird mit Renditen gerechnet, die etwa zwei Prozent höher gegenüber deutschen Verträgen sein werden. Internationale Rating-Agenturen wie Standard & Poors, Fitch oder Moodys stufen englische Versicherer als sehr solide ein.
Englische Lebensversicherer erwirtschafteten in den zurückliegenden 30 Jahren im Durchschnitt jährlich 9 Prozent Rendite für ihre Versicherten. Dass Renditeerwartungen durch eine unvernünftige Anlagepolitik nicht zum unkalkulierbaren Risiko werden, kontrolliert die Finanzaufsichtsbehörde Financial Service Authority. Jeder Versicherer muss nachweisen, dass genügend finanzielle Reserven zur Verfügung stehen, um künftige Verpflichtungen vollständig gegenüber den Versicherten erfüllen zu können.
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Renditevorteile englischer Lebensversicherungen gegenüber deutschen Versicherungen werden nicht ohne Sicherheitsnetz erzielt.
Englische Versicherer stehen für innovative und flexible Konzepte. Ihren Kunden bieten sich langfristig höhere Renditechancen. Dies ist ein Grund für die wachsende Beliebtheit englischer Policen. Die Renditechancen erwachsen aus einem höheren Aktienanteil bei der Anlage des eingezahlten Kapitals. Die strikten deutschen Vorschriften hinsichtlich der Anlage von Versichertengeldern erlauben bei klassischen Lebensversicherungsverträgen eine Aktienquote von maximal 35 Prozent. In Großbritannien kann der Aktienanteil bis zu 100 Prozent betragen. Oftmals werden bis zu 80 Prozent der Beiträge in Aktien investiert.
Je höher der Versicherer einen Aktienanteil wählt, desto größer muss die Kapitalreserve zur Risikovorsorge ausfallen.
Die nicht reglementierte und flexible Anlagepolitik können die britische Versicherer nutzen, um das Geld ihrer Kunden renditeoptimiert anzulegen. Aktien schlagen meist im Langzeitvergleich jegliche Rentenpapiere. Positiv wirkt sich außerdem eine ausgezeichnete Anlagekompetenz und nachgewiesene Finanzstärke der britischen Lebensversicherer aus. Da Lebensversicherungen als eine Langzeitgeldanlage zu betrachten sind, kann ein mögliches Verlustrisiko aufgrund von Kursschwankungen auf lange Sicht ausgeglichen werden.
Im Übrigen können deutsche Lebensversicherungen trotz garantierter Renditen bei schädlicher Inflation zu einem Kapitalverlust führen. Einen kompletten Verzicht auf eine Garantie müssen die Kunden englischer Lebensversicherer nicht befürchten. Es wird immerhin eine Wertentwicklung zugesichert, die in ihrer Höhe den eingezahlten Beiträgen entspricht.